Böhler-Uddeholm erhöht Gewinnprognose

8. Dezember 2005, 17:42
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Konzernchef Raidl will 2006 trotz "Risikofaktoren" an heuer anschließen

New York - Der börsenotierte Edelstahlhersteller Böhler-Uddeholm erhöht seine Ergebnisprognosen für das auslaufende Jahr 2005: Das Ergebnis 2005 werde leicht über 300 Mio. Euro liegen, der Umsatz leicht über 2,5 Mrd. Euro, sagte Böhler-Uddeholm-Chef Claus Raidl am Montagnachmittag am Rande einer Investorenkonferenz in New York.

Böhler-Uddeholm werde damit ein neues Rekordergebnis erreichen, erklärte Raidl im Rahmen der von Wiener Börse und Erste Bank organisierten Roadshow, bei der sich ein gutes Dutzend namhafter österreichischer Börse-Unternehmen US-Investoren präsentierten. Bisher wurden ein EBIT-Ziel von 280 bis 290 (2004: 191,9) Mio. Euro und ein Umsatz von 2,5 Mrd. Euro genannt.

Als Grund für die bereits zweite Ergebnisrevision für 2005 nannte Raidl eine bessere Abschätzbarkeit der Entwicklung im laufenden Jahr. Die Integration der im Vorjahr erworbenen Buderus laufe sehr gut, auch die Preisniveaus hielten sich stabil.

Das im Börseindex ATX vertretene Unternehmen will an seiner Dividendenpolitik festhalten, jährlich zwischen 40 und 50 Prozent vom Ergebnis nach Steuern an die Aktionäre auszuschütten. Für 2004 gab es eine Dividende von 4,40 (2003: 2,50) Euro je Aktie.

Im nächsten Jahr 2006 will Raidl die Ergebnisse von 2005 neuerlich erreichen, was angesichts einer Reihe von Risikofaktoren - wie der Preisentwicklung von Legierungen, dem Ölpreis, der EZB-Zinspolitik, der Entwicklung der brasilianischen Währung und der wirtschaftlichen Wachstumsraten vor allem in Deutschland "ein sehr ambitioniertes Ziel" sei.

Die im Frühjahr übernommene deutsche Buderus Edelstahl mit 1.700 Mitarbeitern wird wie geplant in drei Gesellschaften mit beschränkter Haftung zerlegt und den entsprechenden Böhler-Sparten zugeordnet. Dafür gebe es jetzt eine entsprechende Vereinbarung mit dem Betriebsrat.

Weitere Akquisitionen schloss Raidl heute nicht aus. Ein größerer Zukauf sei aber nicht geplant: "Wir werden schauen, wenn was kommt. Es sind schon viele zu Grunde gegangen, weil sie zu viel und zu rasch gekauft haben. Aber noch keiner ist zu Grunde gegangen, weil er vorsichtig war bei den Investitionen".

Nichts Neues gibt es bei den Überlegungen zu einem möglichen Aktiensplitt: "Wir denken darüber nach", sagte Raidl. (APA)

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