S-Immo zieht es nach Deutschland

8. Dezember 2005, 17:38
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"Teilweise günstiger als Bukarest"

Wien - Seit Jahresbeginn ist die Marktkapitalisierung der acht heimischen börsennotierten Immobilienunternehmen durch Kapitalerhöhungen und Wertsteigerungen um 2,7 Mrd. Euro auf rund 7,5 Mrd. Euro gewachsen.

Auch die aktuelle Kapitalerhöhung der S-Immobilien AG im Wert von rund 100 Mio. Euro ist ein "voller Erfolg", wie die beiden Vorstände Holger Schmidtmayr und Ernst Vejdovszky im Gespräch mit dem STANDARD betonten.

Das frische Kapital wird zu einem großen Teil nach Deutschland fließen, genauer gesagt nach Berlin (Wohnobjekt), Hamburg (zwei Büroobjekte) und Halle (Geschäftsobjekt). Deutschland sei derzeit ein hochinteressanter Markt, teilweise gebe es günstigere Preisniveaus als in Bukarest, sagte Vejdovszky. Der deutsche Wohnungsmarkt zeige zwar wieder einen leichten Aufschwung, bei Büro- und Gewerbeimmobilien gebe es jedoch noch viele Chancen.

"Gewaltige Nachfrage"

Neben Österreichern würden sich derzeit vor allem Iren und Briten am deutschen Markt Immobilien sichern. Die Nachfrage nach Immobilien sei in Summe "gewaltig". In Bukarest gebe es laut Vejdovszky fast kein fertiges Objekt, um das nicht mehrere Investoren buhlen.

"Die Mittel- und Osteuropäischen Märkte holen jedoch stark auf, unsere Aktienrendite wird sich zwischen sechs und sieben Prozent einpendeln", schätzt Schmidtmayr. Verabschiedet sich Europa von seinem historisch niedrigen Zinsniveau, so werde Geld aus dem Markt abfließen, "weil andere Investments wieder an Attraktivität gewinnen". (Bettina Pfluger, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 29.11.2005)

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