USA warfen Saddam Einsatz der "Chemiewaffe Phospor" vor

28. November 2005, 14:22
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Kurdenaufstand wurde nach dem ersten Golfkrieg brutal niedergeschlagen

US-Vertreter sind bemüht, die umstrittene Phosphor-Munition, die beim Sturm auf die irakische Rebellenhochburg Falluja verwendet wurde, als Teil des konventionellen Arsenals der US-Armee darzustellen. "Weißer Phosphor ist eine konventionelle Munition, keine chemische Waffe", sagte Pentagon-Sprecher Barry Venable letzte Woche der BBC.

1995 sah man das noch anders: In einem mittlerweile freigegebenen CIA-Dokument wird dem ehemaligen Diktator Saddam Hussein vorgeworfen, die "Chemiewaffe Phosphor" zur Niederschlagung der Kurdenaufstands nach der "Operation Desert Storm" verwendet zu haben. Die Chemiewaffe sei mit bei Angriffen mit Kampfhubschraubern und Artillerie auf die Städte Erbil und Dohuk verwendet worden. Hunderttausende Kurden flüchteten in die benachbachbarte Türkei, als sich die Berichte über den Chemiewaffeneinsatz verbreiteten.

Das Gift, das sich beim Kontakt mit Sauerstoff entzündet, ist für Menschen tödlich. Sie erleiden Verbrennungen und Schäden an Lunge, Leber, Herz, Nieren und Knochen.

Kurden hofften auf Unterstützung

Der CIA-Informant berichtet, dass sich die Kurden nach dem "überwältigenden Sieg" der US-geführten Koalition über die irakische Armee und auf Grund von Propagandasendungen des Radiosenders "Voice of America" entschlossen hätten, sich gegen Saddam zu erheben. Die Weigerung Präsident Bushs, sich in innere Angelegenheiten des Iraks einzumischen, habe Enttäuschung ausgelöst, so der freigegebene Bericht. (bed)

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