700 Aufständische bei Großoffensive im Westirak getötet

27. November 2005, 16:51
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Zu gleicher Zeit fielen mehr als 170 US-Soldaten

Bagdad - Bei den jüngsten Großoffensiven im Westirak sind nach US-Darstellung mehr als 700 mutmaßliche Extremisten getötet worden. Wie ein US-Militärsprecher am Mittwoch in Bagdad sagte, wurden in der Provinz Anbar seit Ende September zudem rund 1.500 Verdächtige festgenommen und 200 Waffenlager aufgespürt. Die US-geführten Angriffe in der Region seien daher ein voller Erfolg. Allerdings hatten die US-Truppen auch eigene Verluste zu beklagen: Demnach starben im selben Zeitraum mehr als 170 Soldaten im Irak, 80 davon allein in Anbar. Der Westen gilt als Hochburg der überwiegend sunnitischen Aufständischen im Land. Auch der Anführer der Al-Kaida im Irak, der jordanische Extremist Abu Mussab al Zarqawi, wird dort vermutet.

Abnahme der Anschläge

Nach früheren US-Angriffen im Westirak kehrten Rebellen oftmals in Städte wie Kaim oder Haditha zurück. Dieses Mal sei aber eine eindeutige Abnahme der Zahl der Anschläge zu registrieren, sagte der Sprecher weiter. Die US-Armee war für ihre Luft - und Bodenangriffe wiederholt kritisiert worden. Ärzte warfen den Truppen unter anderem vor, nicht nur Extremisten, sondern auch etliche Zivilisten getötet zu haben.

Bisher beträgt die Gesamtzahl der im Irak gefallenen US-Soldaten mehr als 2.000. Angesichts der Tatsache, dass immer mehr Menschen in den USA den Irak-Krieg ablehnen, erwägt die Regierung mittlerweile eine Reduzierung ihrer Truppenstärke in dem Land. US-Außenministerin Condoleezza Rice sagte dem Nachrichtensender CNN am Dienstag überraschend, sie gehe davon aus, dass die US-Truppen in ihrer jetzigen Stärke nicht mehr sehr viel länger benötigt würden. Irakische Kräfte seien zunehmend in der Lage, selbst für Sicherheit zu sorgen. Derzeit sind mehr als 150.000 US-Soldaten im Irak stationiert. (APA/Reuters)

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