Familienleben vor dem Spielbrett

21. November 2005, 20:43
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Sie sind schwer aber genial einfach konstruiert - "Sudoku" und "Speed Tacking" waren am Spielefest die Stars

Wien - Die Hallen des Austria Centers gleichen einem Ferienlager im Ausnahmezustand: Hunderte von quietschvergnügten Kindern machen sich über Klötze, Karten, Joysticks her - erstaunlicherweise fast ohne Streit oder Gemecker. Spielen verbindet beim Österreichischen Spielefest: Einer Veranstaltung, die traditionell den Einstieg in das profitträchtige Weihnachtsgeschäft markiert und am vergangenen Wochenende zum 21. Mal ausgetragen wurde.

Zwei Spiele waren dort heuer in aller Munde: "Sudoku" und "Speed Stacking". Beide könnten unterschiedlicher nicht sein: Hier das Zahlenrätsel aus Japan, dort das superschnelle Bewegungsspiel aus den USA, bei dem Plastikbecher rasch zuerst auf- und dann ineinander gestapelt werden müssen. Obwohl auf den ersten Blick völlig unterschiedlich, haben beide Spiele eines gemeinsam: Sie sind genial einfach konstruiert, entwickeln aber schnell eine ordentliche Schwierigkeit.

Trends

Neben einzelnen Stars zeichneten sich auf dem Spielefest aber noch weitere Trends ab. Spiele sollen, wenn es nach deren Erfindern geht, nicht mehr zum quasi autistischen Vergnügen verkommen. Statt dessen sollen sie zentraler Bestandteil eines intakten Familienlebens sein - Spiele für die ganze Familie also. Und auch die Pisa-Studie hat in der Spielewelt eingeschlagen. In Zukunft soll in viel höherem Ausmaß als bisher spielend gelernt werden, um das logische Denken, die Kreativität und die Motorik zu trainieren, sei es in der Schule oder beim Zeit vertreiben. (ran, DER STANDARD Printausgabe 21.11.2005)

  • Spielen ohne Streit und Gemecker: Echtzeittest für Neuerscheinungen wie für Altbewährtes beim Spielefest

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