Tamoxifen senkt Brustkrebsrate bei Frauen mit hohem Risiko

18. November 2005, 12:31
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Antiöstrogen erhöht aber auch Gefahr für u.a. Schlaganfall, Thrombose und Gebärmutterkrebs, hat eine Studie ergeben

New York - Das Medikament Tamoxifen kann bei Frauen mit hohem Brustkrebs-Risiko die Erkrankungswahrscheinlichkeit deutlich senken. Der Östrogen-Hemmer verringerte das Erkrankungsrisiko in einer amerikanischen Untersuchung im Zeitraum von fünf Jahren um fast 50 Prozent. Nach sieben Jahren lag die Erkrankungsrate derjenigen Frauen, die den Wirkstoff nahmen, noch um etwa 40 Prozent niedriger als in einer Vergleichsgruppe, die ein Placebo erhielt.

Die Studie beruht auf den Daten von mehr als 13.000 Frauen im Alter ab 35 Jahren mit hohem Brustkrebs-Risiko. Sie hatten entweder Tamoxifen oder aber ein Scheinpräparat eingenommen. Allerdings erhöht das Mittel die Gefahr für eine ganze Reihe von gesundheitlichen Problemen, unter anderem für Schlaganfall, Thrombose, Gebärmutterkrebs oder ischämische Herzerkrankungen, wie die Zeitschrift "Journal of the National Cancer Institute" berichtet. (APA/AP)

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