Der Uni-Bericht 2005 in Kurzform

9. März 2007, 10:59
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Maturanten-, Studenten- und Absolventenzahlen sowie weitere Eckdaten

Wien - Im Anschluss die wichtigsten Kennzahlen und Prognosen des Universitätsberichts 2005 des Bildungsministeriums, der nun dem Parlament zugeleitet wurde:

Studentenzahlen: Die Anzahl der inländischen Studenten an den Universitäten wird sich bis 2010 stark erhöhen. Nach rund 160.000 im Jahr 2003 soll es 2010 bereits mehr als 184.000 österreichische Studenten an den Unis geben. Anschließend verlangsamt sich das Wachstum etwas - 2015 und 2020 werden jeweils knapp 200.000 erwartet (plus 25 Prozent gegenüber 2003), womit wieder der Wert vor Einführung der Studiengebühren im Jahr 2001 erreicht wird. An den Fachhochschulen wird sich die Zahl der Studenten von knapp 20.000 im Jahr 2003 auf rund 30.000 im Jahr 2010 und 33.000 im Jahr 2020 erhöhen (plus 65 Prozent gegenüber 2003)

Absolventen: Keinen vergleichbaren Anstieg gibt es bei der Zahl der Studienabschlüsse an den Unis: 14.510 Erstabschlüssen im Jahr 2003 stehen 14.746 im Jahr 2010 sowie 15.315 im Jahr 2015 und 15.488 im Jahr 2020 gegenüber (plus sieben Prozent gegenüber 2003). Ganz anders sieht es an den Fachhochschulen aus: Dort wächst die Zahl der Abschlüsse von 2.908 im Jahr 2003 auf 5.945 im Jahr 2010 und schließlich auf 6.901 im Jahr 2020 - was gegenüber 2003 mehr als eine Verdoppelung bedeutet.

Studienanfänger: Die Zahl der inländischen Studienanfänger an den Universitäten wird von 22.449 im Jahr 2003 zunächst auf mehr als 25.000 im Jahr 2010 ansteigen, um dann bis 2020 auf rund 23.600 zurückzugehen.

Budget: Sowohl gemessen am BIP als auch am Bundeshaushalt hat es beim Budget für die Universitäten im Zehn-Jahres-Vergleich praktisch eine Stagnation gegeben. Wurden 1995 0,95 Prozent des BIP für die Unis ausgegeben, waren es 2000 nur mehr 0,88 Prozent. Nach einem kurzen Anstieg auf 0,93 Prozent im Jahr 2002 waren es 2004 wieder nur mehr 0,87 Prozent des BIP. Eine ähnliche Entwicklung zeigt sich beim Anteil des Uni-Budgets am gesamten Bundeshaushalt. Dieser betrug 1995 3,01 Prozent und wuchs bis 2002 auf 3,31 Prozent, um 2004 wieder auf 3,14 Prozent und damit unter den Stand von 2000 (3,18 Prozent) zurückzufallen. Rechnet man mit dem gesamten Hochschul-Budget, das etwa auch die Fachhochschulen beinhaltet, ist der Anteil der Hochschul-Ausgaben am BIP von 1995 bis 2004 von 1,22 auf 1,09 Prozent gesunken, der Anteil am Bundeshaushalt stieg dagegen leicht von 3,85 auf 3,94 Prozent.

Betreuungsverhältnis: Durchschnittlich kommen auf einen Professor an den österreichischen Universitäten 98 Studenten bzw. auf einen Uni-Lehrer (inkl. Assistenten) 18 Studenten. Am schlechtesten ist das Betreuungsverhältnis an der Wirtschaftsuniversität (289 Studenten pro Professor bzw. 46 pro Uni-Lehrer) bzw. an der Uni Wien (209 Studenten pro Professor bzw. 37 pro Uni-Lehrer), am besten an der Musikuni Graz (zwölf Studenten pro Professor bzw. fünf pro Uni-Lehrer). (APA)

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