Kaffeetrinken soll Brustkrebsrisiko verringern

9. November 2005, 18:36
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Koffein rege ein Enzym an, welches das Geschlechtshormon Östradiol chemisch verändere

Heidelberg - Es wäre zu schön, um wahr zu sein: Kaffeetrinken soll vor Brustkrebs schützen. Das kanadische ForscherInnen-Team um Andre Nkondjock an der Universität in Montreal hat festgestellt, dass Frauen, die mindestens sechs Tassen koffeinhaltigen Kaffee am Tag trinken, ein deutlich geringeres Brustkrebsrisiko haben als Frauen, die keinen Kaffee konsumieren. Diese These ist jedoch noch nicht zur Genüge verifiziert worden. Andere Theorien gehen vom Gegenteil aus, nämlich, dass intensiver Kaffeegenuss das Risiko an Brustkrebs zu erkranken, erhöhe.

Die WissenschaftlerInnen vermuten nach Angaben des Deutschen Krebsforschungszentrums, dass Koffein ein Enzym anregt, welches das weibliche Geschlechtshormon Östradiol chemisch verändert. Aus früheren Studien ist bereits bekannt, dass Frauen, die hohe Konzentrationen dieses leicht abgewandelten Hormons aufweisen, ein vermindertes Brustkrebsrisiko besitzen. (red)

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