Bis zu eine Milliarde Dollar für Schutzmaßnahmen benötigt

10. November 2005, 14:36
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Weltbank erstellt Schätzung für Vorbeugemaßnahmen

Genf - Um die Vogelgrippe wirksam eindämmen zu können, müssen die betroffenen Ländern nach Ansicht der Weltbank in den kommenden drei Jahren mit bis zu einer Milliarde US-Dollar (850 Millionen Euro) unterstützt werden. In erster Linie müssten die Kontrollmöglichkeiten der Veterinärbehörden verbessert und ähnliche Frühwarnsysteme aufgebaut werden, teilte die Organisation am Mittwoch auf der ersten weltweiten Vogelgrippe-Konferenz in Genf mit.

Die für den Bereich Gesundheit, Ernährung und Bevölkerung zuständige Weltbank-Managerin Fadia Saadah betonte, bei dem angegebenen Finanzbedarf handle es sich um eine grobe Schätzung. Die Anschaffung von Medikamentenvorräten für eine mögliche Ausweitung der Krankheit auf den Menschen seien dabei noch nicht mit einbezogen worden. Auch Entschädigungszahlungen für betroffene Züchter wurden nur in geringem Maße berücksichtigt.

Margaret Chan, Direktorin der Weltgesundheitsorganisation (WHO), sagte unterdessen, dass ihre Organisation allein 20 Millionen Dollar (17 Mio. Euro) benötige, um sich für den Ausbruch einer für den Menschen gefährlichen Pandemie zu rüsten. Diese Vorbereitungsmaßnahmen umfassen Medikamentenvorräte und den Ausbau von Überwachungen. (APA/AFP)

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