Höchstpreisjagd für Nachkriegskunst

15. November 2005, 12:59
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Stahlskulptur "Cubi XXVIII" von David Smith überbot Rothko-Gemälde

New York - Der bisher höchste Preis für ein nach dem Zweiten Weltkrieg entstandenes Kunstwerk ist schon nach einem Tag überboten worden. Die monumentale Stahlskulptur "Cubi XXVIII" des amerikanischen Künstlers David Smith (1906-1965) wurde am Mittwochabend von einem New Yorker Kunsthändler für 23,8 Millionen Dollar (19,8 Millionen Euro) ersteigert.

Die Skulptur von Smith, entstanden im Todesjahr des Künstlers 1965, war von einem texanischen Ölerben angeboten worden. Sie gehört zu einer Serie, doch die meisten anderen Arbeiten stehen bereits in Museen, so dass in absehbarer Zeit nichts mehr davon auf den Markt kommen dürfte.

Erst am Dienstag hatte das Gemälde "Hommage an Matisse" des amerikanischen Malers Mark Rothko (1903-1970) 22 Millionen Dollar (19 Millionen Euro) erzielt. Der Schätzpreis lag bei 15 bis 20 Millionen Dollar. Rothko, ein gebürtiger Russe, wanderte noch als Kind in die USA aus. Seinen Durchbruch erzielte er um 1960. 1970 beging er in New York Selbstmord. Er ist bekannt für seine abstrakten Großformatbilder, deren farbige Rechteckflächen die Illusion von Bewegung erzeugen. Als eines seiner Hauptwerke gilt die Rothko-Kapelle in der texanischen Stadt Houston, für die er 1967 eine Installation mit 14 Werken schuf.

Gesamterlös "ein Weltrekord"

Der Gesamterlös der Christie's-Versteigerung am Dienstagabend lag bei über 157 Millionen Dollar, "ein Weltrekord für eine Auktion zeitgenössischer Kunst", sagte die Sprecherin. Höhepunkte der Versteigerung waren: 16 Millionen Dollar für Roy Lichtensteins "In the Car" (1963), 10 Millionen Dollar für Willem de Koonings "Untitled" (1977) und ebenfalls 10 Millionen Dollar für Francis Bacons "Study for a Pope I" (1961), ein Auktionshöchstpreis für den englischen Künstler. (APA/dpa)

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