RH-Kritik an Grazer Literaturhaus

11. November 2005, 12:43
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Im Vertrag mit der Stadt sei nicht klar genug festgemacht, wie mit etwaigen Überschüssen umzugehen sei

Graz - Das Grazer Literaturhaus wurde vom Stadtrechnungshof geprüft und musste sich hinsichtlich seiner Geschäftsgebarung 2004 einige Kritik gefallen lassen. So sei im Vertrag mit der Stadt nicht klar genug festgemacht, wie mit etwaigen Überschüssen umzugehen sei. Aus dem Überschuss 2003 war mit einer Anzahlung von 42.600 Euro ein Buchprojekt an die Firma Softworks in Auftrag gegeben worden, das den Titel 1 Jahr Literaturhaus tragen sollte, aber "bis zum heutigen Tag nicht umgesetzt ist". Der Stadtrechnungshof vertritt die Auffassung, "dass grundsätzlich Überschüsse an die Stadt zurückzuführen" seien. Zudem seien laut des dem STANDARD vorliegenden RH-Rohberichtes weder die Ticketblöcke des Jahres 2004 vorhanden, noch existieren unterschriebene Kasseneingangsbelege aus den Erlösen. Der Leiter des Literaturhauses, Gerhard Melzer, habe aber zugesichert, "dass diese Maßnahmen ab dem Jahr 2005 umgesetzt werden". (cms/DER STANDARD, Printausgabe, 5./6.11.2005)
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