Offizielle Dementi aus vier osteuropäischen Staaten

3. November 2005, 15:07
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Regierungen bestreiten Existenz von CIA-Geheimgefängnisse in Litauen, Ungarn, Rumänien und Polen

Vilnius - Nach Ungarn, Rumänien und Polen hat auch Litauen die Existenz von Geheimgefängnissen des amerikanischen Auslandsgeheimdienstes CIA auf seinem Territorium dementiert. Der stellvertretende Justizminister, Gintaras Svedas, sagte am Donnerstag gegenüber der baltischen Nachrichtenagentur BNS, es gebe nach den ihm zugänglichen Informationen "sicher keine illegalen, geheimen Gefängnisse in Litauen".

Einem Bericht der "Washington Post" zufolge soll der US-Geheimdienst in insgesamt acht Ländern - sechs davon osteuropäische Demokratien - Geheimgefängnisse unterhalten. Als Standorte genannt wurden lediglich Thailand und Afghanistan. Die Namen der osteuropäischen Länder hielt die Zeitung nach eigenen Angaben auf Bitten von US-Vertretern zurück.

Der Zeitung zufolge wurden in den so genannten "Black Sites" mehr als hundert Verdächtige inhaftiert. Rund dreißig von ihnen sollen demnach Mitglieder des Al-Kaida-Netzwerkes von Osama Bin Laden sein. (APA)

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