Time Warner: Aktienrückkauf nach starkem Gewinnanstieg

16. November 2005, 14:55
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Umsatz der Filmsparte und Gewinn bei Kabelfernsehsparte gestiegen

New York - Der weltgrößte Medienkonzern Time Warner erhöht sein Aktienrückkauf-Programm für die kommenden 21 Monate massiv um 7,5 auf 12,5 Mrd. Dollar (10,4 Mrd. Euro). Der US-Milliardär Carl Icahn, der ein großes Aktienpaket gekauft hatte, hatte Time Warner auf den Rückkauf von Aktien im Wert von 20 Mrd. Dollar und auf die Verselbstständigung der Kabelfernsehsparte gedrängt.

Gewinn beim Kabelfernsehen

Gleichzeitig gab Time Warner am Mittwoch einen starken Gewinnanstieg von 79,8 Prozent für das dritte Quartal bekannt. Der Quartalsgewinn stieg angesichts sehr guter Geschäfte der Kabelfernsehsparte deutlich auf 897 Mio. Dollar von 499 Mio. ein Jahr zuvor. Der Umsatz erhöhte sich um sechs Prozent auf 10,5 Mrd. Dollar. Der Gewinn pro Aktie legte auf 19 (Vorjahr: 11) Cent zu.

In den ersten neun Monaten dieses Jahres setzte Times Warner damit 31,8 (31) Mrd. Dollar umgesetzt und verdiente 1,5 (2,2) Mrd. Dollar oder 33 (48) Cent je Aktie.

Time Warner ist mit 10,9 Mio. Kunden der zweitgrößte US-Kabelfernsehbetreiber. Die Sparte profitierte von dem hohen Kundenzuwächsen bei Breitbandanschlüssen und Internet-Telefonie sowie von höheren Gebühren. Der Umsatz legte kräftig um 13 Prozent auf 2,4 Mrd. Dollar zu. Die TV-Sparte mit Sendern wie HBO, Turner und CNN profitierte von höheren Werbeeinnahmen und Lizenzgebühren für Shows wie "Sex and the City". Sie erhöhte den Umsatz um zehn Prozent auf 2,4 Mrd. Dollar.

Die Online-Sparte AOL hatte trotz höherer Werbeeinnahmen wegen des andauernden Kundenschwunds einen Umsatzrückgang von fünf Prozent auf zwei Mrd. Dollar. Die Zahl der AOL-Nutzer fiel in den USA binnen Jahresfrist um 2,6 auf 20,1 Mio.. In Europa gab es einen Rückgang von 170#000 auf 6,1 Mio. Nutzer. Momentan interessieren sich nach unbestätigten Wall-Street-Berichten Microsoft sowie Google gemeinsam mit dem größten Kabelfernsehsystem-Betreiber Comcast für Minderheitbeteiligungen an AOL.

Der Umsatz der Filmsparte mit den Studios Warner Bros. und New Line erhöhte sich um sechs Prozent auf 2,7 Mrd. Dollar. Kassenschlager wie "Charlie und die Schokoladenfabrik", "Batman Begins" und "Die Hochzeits-Chrasher" halfen. Die Verlagssparte legte leicht um drei Prozent auf 1,4 Mrd. Dollar zu. (APA/dpa)

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