Stoiber bleibt in Bayern

4. November 2005, 17:45
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Glos wird Wirtschaftsminister - CSU-Chef will nach Münteferings Rückzug Interessen seiner Partei in München vertreten

München - Der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber geht definitiv nicht als Wirtschaftsminister nach Berlin. Das sagte Stoiber am Dienstag nach einer CSU-Präsidiumssitzung in München. Anstelle dessen soll nach dem Willen der CSU Landesgruppenchef Michael Glos Wirtschaftsminister in Berlin werden, wie Stoiber sagte. Nach dem Rückzug Franz Münteferings vom SPD-Parteivorsitz gebe es Zweifel an der Berechenbarkeit und dem Kurs der SPD, sagte der Ministerpräsident.

Stoiber hatte seinen Eintritt in eine große Koalition bereits am Montagabend in Frage gestellt, nachdem Müntefering seinen Rückzug vom SPD-Vorsitz angekündigt hatte. Er sei zu der Überzeugung gekommen, dass er die Interessen der CSU eher in München vertreten könne, sagte Stoiber nach einer telefonischen Schaltkonferenz des CSU-Präsidiums. Die Ereignisse in der SPD hätten "die Statik" geändert.

Der SPD-Vorsitzende Müntefering wäre eine Säule in der großen Koalition gewesen. Mit dessen Verzicht auf das Amt an der Parteispitze sei die ursprüngliche Lage nicht mehr gegeben. "Die CSU will die große Koalition", fügte Stoiber hinzu. Das Parteipräsidium habe seine Entscheidung gebilligt. (APA/AP/dpa)

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    Edmund Stoiber bleibt in München, statt ihm übernimmt Michael Glos das Wirtschaftsministerium

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