Weiter Verwirrung um Obmannschaft

4. November 2005, 16:46
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Gorbach bekräftigt Bereitschaft, Obmannschaft auch formal zu übernehmen - Scheuch schließt Wechsel bei Kärntner Landeskonvent aus

Wien - Etwas Verwirrung herrscht weiter über die Frage, ob und wann an der BZÖ-Spitze Veränderungen vorgenommen werden sollen. Bündnis-Chef Jörg Haider hatte letzte Woche seinen Rückzug aus der Bundespolitik verkündet, gestern aber wieder relativiert, gemeint, er sei "nach wie vor Obmann des BZÖ" und nicht ganz ausgeschlossen, selbst Spitzenkandidat bei der nächsten Nationalratswahl zu sein.

Der geschäftsführende BZÖ-Obmann Hubert Gorbach, bei dem die bundespolitischen Agenden gebündelt werden sollen, hatte wiederum letzte Woche angekündigt, auch formal die Obmannschaft übernehmen zu wollen. Die Bereitschaft dazu sei weiter vorhanden, hieß es am Montag aus dem Büro des Vizekanzlers. Dass die Übergabe bereits beim BZÖ-Landeskonvent in Kärnten am 25. November stattfinden könnte, sei "eine Variante". Man müsse aber erst klären, ob das auch mit den Statuten vereinbar sei, hieß es.

Haider weiter Bundesobmann

Bündnissprecher Uwe Scheuch sagte gegenüber der APA allerdings, dass Haider beim Kärntner Landeskonvent nur die Landes-Obmannschaft von Martin Strutz übernehme, nicht aber die Bundes-Obmannschaft abgebe. Die Sache sei eigentlich "ziemlich einfach". Haider sei gewählter Bündnisobmann, Gorbach geschäftsführender Obmann. Ein Wechsel sei dann denkbar, wenn die inhaltliche und personelle Neuausrichtung des BZÖ abgeschlossen und ein Spitzenkandidat gefunden sei.

Ein Geheimnis macht man im BZÖ übrigens aus der angekündigten Vorstandssitzung, bei der die weitere Vorgangsweise besprochen werden soll. Die Medien würden im Anschluss informiert, meinte Scheuch. (APA)

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