"Werbung geht online"

20. Oktober 2006, 16:37
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Wohin entwickelt sich Werbung im Internet wirklich? Goldbach Media lud zur Diskussion

Wohin entwickelt sich Werbung im Internet wirklich? Und welche Voraussetzungen und Rahmenbedingungen benötigt die Online-Werbung, um sich durchsetzen zu können? Diesen Fragen versuchte man beim Goldbach Media-Agenturfrühstück auf den Grund zu gehen.

Ganzheitlich

Ziel von Online sei nicht der Ersatz anderer Medien, sondern vielmehr deren Ergänzung. Nur so könne der Konsument ganzheitlich angesprochen werden, so Marcela Atria, Managing Director Online bei Mediacom beyond interactive. Online-Werbung habe noch einige Mängel aufzuweisen, so Atria. Das modernste aller Medien ermögliche mangels soziodemographischer Daten kein Zielgruppen-Targeting und die Umfeldaffinität als Platzierungsform erlebt in den neuen Medien ein Revival.

Zielgruppendaten von besonderer Bedeutung

Zielgruppendaten seien daher von besonderer Bedeutung für die weitere Entwicklung der Onlinewerbung. In diesem Zusammenhang stellt Atria einige Forderungen an die Medienanbieter. So wünsche sie sich einheitliche Standards für Werbemittel und Datenbanken der Leistungswerte von Sites und Vermarktern. Dies solle auch helfen die Kreationsadaptionen zu minimieren und so die Möglichkeiten für Online-Budgets zu erhöhen.

Online-Forschung als Lösung?

Harald Kratel, Vorstandsvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Online Forschung (AGOF) in Deutschland sieht in Österreich die gleichen Problemen wie in Deutschland. Zur Lösung habe man in seiner Heimat daher die AGOF gegründet, deren Hauptaufgabe es sei, herauszufinden, wer den eigentlich der User ist. Hierfür hatten sich nach der großen Krise des Internets Vermarkter und Sitebetreiber zusammengesetzt, um gemeinsam mit Mediaagenturen eine Basis für die Zukunft der Onlinemedien zu schaffen. Entstanden sei eine umfangreiche Studie, die Datenmaterial zur Planung und Auswertung von Onlinekampagnen liefert.

Zahlenmaterial für werbetreibende Wirtschaft

Fazit: Daten würden gerade für das Medium Internet gebraucht, um die werbetreibende Wirtschaft von dieser Mediengattung zu überzeugen. Denn der Kunde wolle wissen, wie Online wirkt und wolle hierzu Zahlenmaterial haben. Dies sei vor allem auf Grund der Jugendlichkeit des Mediums wichtig, denn bei anderen Medien wie zum Beispiel TV vertraue der Kunde viel mehr auf die jahrelange Erfahrung. Nur so könne man erreichen, dass die Online-Werbung innerhalb crossmedialer Kampagnen den Stellenwert erhalte, den sie verdient. (red)

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