S&T mit kräftigem Umsatz-Plus

2. November 2005, 11:21
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Erlöse wuchsen in den ersten neun Monaten um die Hälfte auf 225 Millionen Euro - EBIT stieg um vier Prozent auf 3,3 Mio. Euro, bereinigt sogar um mehr als 20 Prozent

Wien - Der Wiener IT-Spezialist S&T erzielte in den ersten neun Monaten 2005 um die Hälfte mehr Umsatz und steigerte dabei auch das Betriebsergebnis. Das EBIT legte trotz Integrationskosten um vier Prozent auf 3,3 Mio. Euro zu, um Sonderfaktoren bereinigt betrug das EBIT-Wachstum sogar mehr als 20 Prozent, wie S&T Donnerstagfrüh ad-hoc mitteilte. Der Umsatz stieg um 50 Prozent auf 224,7 Mio. Euro.

Im 3. Quartal 2005 waren Einmalkosten von mehr als einer halben Mio. Euro für die Integration von T-Systems DSS und Computacenter Österreich angefallen. Erste Ergebnisbeiträge aus diesen Investitionen werden für das 4. Quartal d.J. erwartet.

Das EBITDA wuchs in den ersten neun Monaten um 30 Prozent auf 7,3 Mio. Euro. Für das 4. Quartal gehe der Vorstand von einem erfolgreichen Verlauf aus. Im Schlussquartal erwirtschafte der Konzern in der Regel zwischen 30 und 40 Prozent des Jahresumsatzes.

Derzeit keine Kapitalerhöhung geplant

S&T plant derzeit keine weitere Kapitalerhöhung, für Zukäufe sei die Kriegskasse ohnehin gefüllt genug, erklärte am Donnerstag der designierte Vorstandsvorsitzende Christian Rosner vor Journalisten. "Wir haben heuer zwei Anleihen begeben und sind ausfinanziert", betonte das auf Osteuropa spezialisierte Systemhaus. Die beiden Anleihen beliefen sich insgesamt auf 25 Mio. Euro.

Das vierte Quartal soll "sehr erfolgreich" werden. In den letzten drei Monaten des Jahres macht S&T nach Eigenangaben 30 bis 40 Prozent des Gesmamtjahresumsatzes. Für 2006 sei ein Umsatz von 500 Mio. Euro möglich, dies hänge aber vom Angebot für Zukäufe ab. 2004 betrug der Umsatz 219, 5 Mio. Euro, heuer soll er bei 340 bis 350 Mio. Euro liegen.

Für 2006 seien zwei bis vier weiter Übernahmen geplant, sollte sich eine Kaufmöglichkeit über das derzeit geplante ergeben, werde man sich aber nach frischen Kapital umsehen. 2005 werde S&T für Zukäufe insgesamt einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag aufwenden. Dividenden wird es auch diesmal keine geben - es sei wichtiger, weiter in die Expansion zu investieren, erklärte Rosner. Schließlich gelte es jetzt, die Chancen eines sich konsolidierenden Marktes zu nutzen. In Österreich und Slowenien sei die Marktbereinigung bereits abgeschlossen.

SBS-Gerüchte

Zu den Gerüchten, S&T plane einen Einstieg beim Mitbewerber Siemens Business Services (SBS), meinte Rosner: "Der Österreich- und Südosteuropa-Teil wäre eine schöne Ergänzung für uns. Aber es gibt keine Gespräche". Die Zukäufe heuer hätten einen Extra-Aufwand von 1 Mio. Euro verursacht, diesen habe man "nicht nur verdaut", sondern auch eine Ergebnissteigerung erzielt, so S&T-Finanzchef Martin Bergler. "Die ganze Maschine läuft wie geölt und produziert Geld." Mittlerweile sei man ein Schlüsselspieler in Zentral- und Osteuropa und der größte IT-Systemintegrator in Österreich. Als Schwerpunkte für die Zukunft wurden die drei Bereiche Dienstleistungen, Consulting und Service genannt.

Noch-Chef Karl Tantscher (58) - er übergibt seinen Job zu Jahreswechsel an Rosner (47) - hat, wie angekündigt, einen Teil seines Aktienpaketes an institutionelle Anleger verkauft. Er hält nun nach Eigenangaben gut fünf Prozent an S&T, zuvor waren es rund acht Prozent.

Der Kurs der S&T-Aktie lag Donnerstag Vormittag bei 24,26 Euro (plus 0,04 Euro). Die S&T AG ist mit über 1.800 Mitarbeitern in 21 europäischen Ländern tätig, in Österreich sind 350 Personen beschäftigt. (APA)

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