Ungarischer Impfstoff gegen H5N1 ab März verfügbar

2. November 2005, 08:26
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Im Notfall schnellerer Genehmigungsprozess

Budapest - Ein in Ungarn entwickelter Impfstoff gegen das aggressive Vogelgrippe-Virus H5N1 soll ab Ende März 2006 international vertrieben werden können. Das erklärte der ungarische Gesundheitsminister Jenö Racz am Mittwoch in Budapest. Der Genehmigungsprozeß für den laut Racz 100-prozentig wirksamen Impfstoff könne aber im Notfall auch beschleunigt werden. Der Test an über 100 Versuchspersonen habe die Wirksamkeit des Medikaments belegt, indem sich Antikörper im Blut der Testpersonen bildeten.

Mit dem in Budapest enwickelten neuen Impfstoff sollen Menschen geimpft und vor dem H5N1-Virus geschützt werden, die verstärkt mit Geflügel in Berührung kommen, wie etwa Geflügelzüchter oder Tierärzte. Dabei wird zugleich betont, dass die Vakzine im Falle einer Influenza-Pandemie keinen Schutz bieten.

Laut Gesundheitsministerium besteht die Bedeutung der jüngst ausgearbeiteten Technologie jedoch darin, dass im Falle eines neuen Influenza-Virus, das von Menschen zu Mensch übertragen wird, schnell ein wirksamer Impfstoff entwickelt werden könnte. Das notwendige Modell stünde nun bereits zur Verfügung. Länder, wie die USA, Indonesien, Großbritannien, Russland haben sich bereits für den ungarischen Impfstoff interessiert. (APA)

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