DaimlerChrysler mit deutlichen Zuwächsen

7. November 2005, 14:45
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Analystenerwartungen im dritten Quartal klar übertroffen - Mehr Umsatz, aber weniger Konzernüberschuss - Ergebnisprognose für Gesamtjahr 2005 bekräftigt

Stuttgart - Der deutsch-amerikanische Automobilkonzern DaimlerChrysler hat im dritten Quartal von Kosteneinsparungen und einer guten Fahrzeugnachfrage profitiert und unerwartet deutliche Zuwächse bei Umsatz und Ergebnis erzielt. Der Fahrzeugabsatz legte um 9 Prozent auf 1,2 Millionen Autos zu. Für 2005 wurden die Jahresziele bekräftigt.

Der Betriebsgewinn stieg von Juli bis September um 38 Prozent auf 1,84 Mrd. Euro, teilte DaimlerChrysler Dienstagabend in Stuttgart mit. Von Reuters befragte Analysten hatten dem Konzern nur einen Anstieg um 17 Prozent zugetraut.

Lkw- und Bus-Sparte verdreifacht Betriebsgewinn

"Alle automobilen Geschäftsfelder haben mit Ergebnisverbesserungen zu dieser Entwicklung beigetragen", gab der Vorstand bekannt. Am stärksten wuchs die Lkw- und Bus-Sparte, deren Betriebsgewinn sich binnen Jahresfrist auf 498 Mio. Euro fast verdreifachte. Auch die zuletzt gerade noch profitabel wirtschaftende Mercedes-Pkw-Gruppe lieferte mit 436 Mio. Euro deutlich mehr Gewinn ab als im Vorjahr.

Mit dem um 9 Prozent gesteigerten Konzernumsatz von 38,2 Mrd. Euro übertraf DaimlerChrysler ebenso die Erwartungen der Analysten, die nur 36,8 Milliarden prognostiziert hatten.

Konzerngewinn ging zurück

Der Konzerngewinn ging mit 755 Mio. Euro gegenüber dem von Verkaufserlösen beflügelten Vorjahresergebnis von 951 Mio. Euro um 21 Prozent deutlich zurück. Neben dem geringeren Finanzergebnis hätten höhere Ertragssteuern zu Buche geschlagen, teilte DaimlerChrysler mit. Die Analysten hatten lediglich einen Überschuss von 732 Mio. Euro prognostiziert.

DaimlerChrysler bekräftigte die Erwartungen für das laufende Jahr: Demnach wird der operative Gewinn ohne die Belastungen aus der Sanierung von Smart leicht über den 5,8 Mrd. Euro des Vorjahres liegen. Die Kosten für den Abbau Tausender Stellen bei Mercedes sollen durch ein besseres operatives Abschneiden und Verkaufserlöse - etwa für den Groß-Dieselmotorenhersteller MTU Friedrichshafen - hereingeholt werden. Von den 950 Mio. Euro, die der Stellenabbau koste, werde der Löwenanteil noch im vierten Quartal anfallen.

Ursprünglich hatte der Autokonzern die Quartalszahlen erst am Mittwoch veröffentlichen wollen. Die überraschende Publizierung am Dienstagabend wurde damit erklärt, dass der operative Gewinn deutlich über den Kapitalmarkterwartungen gelegen habe und der Prüfungsausschuss der Veröffentlichung am Dienstagnachmittag zugestimmt habe. Finanzchef Bodo Uebber will die Zahlen am Mittwochnachmittag in einer Telefonkonferenz erläutern.

171 Millionen für MTU-Miteigner

Die Mitgesellschafter des Großdieselmotorenhersteller MTU Friedrichshafen hat DaimlerChrysler mit 171 Mio. Euro abgefunden. Den in bar gezahlten Kaufpreis nannte der Konzern in dem am Dienstag veröffentlichen Zwischenbericht für das dritte Quartal. DaimlerChrysler hatte die Anteile der Nachfahren der MTU-Gründerfamilien Maybach und Zeppelin von zusammen 11,65 Prozent im September erworben und damit seinen eigenen Anteil auf 100 Prozent ausgebaut. DaimlerChrysler will sich ganz von MTU trennen, um Investitionen zu sparen. (APA/Reuters/dpa)

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    Der Autokonzern übertraf die Erwartungen der Analysten.

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