Bayern führt ab 2007 Studienbeiträge ein

12. Dezember 2005, 15:51
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Hochschulen können bis zu 500 Euro pro Semester kassieren und ihre Studiengebühren komplett selbst behalten - Gebührenbefreiung unter bestimmten Voraussetzungen

München - Bayern führt ab dem Sommersemester 2007 Studiengebühren ein. Universitäten und Kunsthochschulen können 300 bis 500 Euro, Fachhochschulen 100 bis 500 Euro pro Semester verlangen, wie das Kabinett am Dienstag in München beschloss.

Befreiung von Gebühren

Studenten mit mindestens zwei Geschwistern oder mit eigenen Kindern sollen von der Gebühr befreit werden. Praktikumssemester und Promotionsstudiengänge bleiben kostenfrei. Zugleich sollen alle Studenten an bayerischen Hochschulen elternunabhängige Darlehen ohne Sicherheiten bekommen können, die erst nach Abschluss des Studiums je nach Einkommen in Raten zurückzuzahlen sind. Die Eckpunkte würden noch in einer Rechtsverordnung festgelegt, sagte Wissenschaftsminister Thomas Goppel.

Jede Hochschule könne ihre Studiengebühren komplett selbst behalten. "Gleichzeitig bleiben die finanziellen Leistungen des Staates voll erhalten. Das heißt unter dem Strich: Den bayerischen Hochschulen steht mehr Geld zur Verfügung", sagte Ministerpräsident Edmund Stoiber. Damit würden die Studienbedingungen im Freistaat verbessert.

Die bayerische SPD warf der Regierung vor, die soziale Auslese zu verschärfen. "Die wenigen vorgesehenen Ausnahmetatbestände können nur als soziales Feigenblatt bezeichnet werden", sagte die SPD-Bildungspolitikerin Adelheid Rupp. (APA/AP)

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    In Bayern sollen ab dem Sommersemester 2007 Studiengebühren eingeführt werden.

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