Mehr Detektive braucht das Land

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    Lehrgang für seriöse Ausbildung und gegen zwielichtige Konkurrenz

    Wien - "Ich war schon immer sehr neugierig und wollte einen spannenden Beruf, in dem ich mich auch selbständig machen kann." Der neue Lehrgang "Berufsdetektiv-AssistentIn" kam Renate Lindner nach Matura und zwei faden Uni-Semestern genau recht. Ein Jahr nach Beginn der Ausbildung ist die junge Wienerin heute eine der ersten Absolventinnen des Lehrganges.

    Wie die private Bewachungsbranche (siehe Artikel oben) boomt derzeit auch das Geschäft der Detekteien. Und wie die Security-Kollegen kämpfen die Berufsdetektive mit zwielichtiger Konkurrenz, die oft nicht einmal eine Gewerbeberechtigung hat. "Wir müssen also die seriöse Ausbildung forcieren", meint Josef Schachermaier, der Präsident des Österreichischen Detektiv-Verbandes (ÖDV). Der neue Lehrgang besteht aus fünf Modulen, in denen an Abenden und Wochenenden Rechtskunde, Technik und Kriminologie gelehrt wird.

    "Das Land braucht mehr"

    Derzeit sind in Österreich rund 500 Gewerbeberechtigungen für Detektive vergeben - doch das Land braucht mehr, ist der ÖDV überzeugt. Längst sei die Branche "aus dem Windschatten untreuer Ehepartner herausgetreten". Immer öfter werden Berufsdetektive damit beauftragt, Pfuscher, Versicherungsbetrüger oder Schuldner ausfindig zu machen.

    Nicht selbständige Detektive werden nach dem Angestelltenkollektivvertrag entlohnt. "Von 1200 Euro bis oben offen, je nach Auftrag", beziffert Schachermaier die Verdienstmöglichkeiten. (DER STANDARD-Printausgabe 22./23.10.2005)

    Michael Simoner

    OEDV

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