Microsoft Sicherheitsexperte: "Sicherheitsbewusstsein wächst"

4. November 2005, 14:13
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Softwarekonzern wurde für Big Brother Award 2005 nominiert

Die Tatsache, dass weiterhin unzählige Schädlinge im Netz sind, zuletzt aber keiner eine Lähmung von Teilen des Internet auslöste, wertet Detlef Eckert, Sicherheitsexperte von Microsoft, als Erfolg. "Die Nutzer befolgen die Anweisungen doch weit gehend", sagt er.

Wachsame User

"Es gibt eine erhöhte Wachsamkeit", beobachtet er. Große Unternehmen sind bereits zu 80 Prozent "gut geschützt", bei kleineren "geht es runter auf 50 Prozent". Sowohl bei privaten PC-Nutzern als auch bei Firmen würden Aktionen wie "Sicher im Internet" stark nachgefragt. Diese Initiative von Firmen wie Microsoft, BA-CA und Computer Associates wurde im Mai gestartet. Bisher haben 65.000 Anwender das Portal besucht und rund 9000-mal zumindest eine der Info-Broschüren heruntergeladen.

"Windows One Care"

Trotzdem gibt er zu, dass es für den Privatanwender noch immer relativ kompliziert sei, sich mit Sicherheitssoftware und entsprechenden Updates herumzuschlagen. Microsoft habe deshalb begonnen, an einem Service namens "Windows One Care" zu arbeiten, bei dem der Nutzer einen Art Servicevertrag mit Microsoft abschließt, worauf der Rechner automatisch upgedatet wird. Ergebnisse, wie ein solcher Service auszusehen habe, würden laut Eckert in etwa einem Jahr vorliegen.

Verwundert

Die Nominierung Microsofts zum Big Brother Award 2005 für die vom Unternehmen angeführte Digital-Rights-Allianz (Kategorie: Kommunikation) hat beim Unternehmen "Verwunderung" hervorgerufen: Microsoft lege nicht fest, welche Inhalte gesichert und welche ohne Urheberrechte verfügbar sind, schreibt das Unternehmen in einer Aussendung. "Das liegt allein beim Anbieter des jeweiligen Contents." (ruz, DER STANDARD Printausgabe, 19. Oktober 2005)

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