Koubek-Abschied in erster Runde

9. Dezember 2005, 10:32
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Österreicher gab gegen französischen Qualifikanten Lisnard klare Führung aus der Hand und unerlag noch 6:4,6:7(5),3:6

Wien - Stefan Koubek ist am Dienstagabend gleich in seinem Auftaktmatch bei der mit 565.000 Euro dotierten BA-CA-Trophy in Wien gescheitert. Der 28-jährige Kärntner verjuxte eine 6:4,4:0-Führung gegen den französischen Qualifikanten Jean-Rene Lisnard und musste sich nach 2:24 Stunden noch mit 6:4,6:7(5),3:6 geschlagen geben. Lisnard trifft nun am Donnerstag entweder auf den als Nummer zwei gesetzten Gaston Gaudio (ARG) oder dessen Gegner Jürgen Melzer.

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Koubek war nach seiner peinlichen Niederlage so enttäuscht, dass er schon rund 15 Minuten nach dem Match die Stadthalle kommentarlos verlassen hat. Dem Kärntner droht neben einer Strafe dafür vor allem in den nächsten Wochen ein schlimmer Rückfall in der Weltrangliste bis auf etwa Platz 250. Zwar hatte er in Wien nur einen Erstrundensieg aus dem Vorjahr zu Buche stehen, doch in den nächsten Wochen hat er nach dem starken Herbst 2004 (3. Runde beim Masters Series-Turnier in Madrid, Semifinale in Basel und dem Semifinale beim Challenger auf Mauritius) viele Punkte zu verteidigen.

Lange der bessere Mann

Dabei war der 28-Jährige, der im Ranking als Nummer 102 um 36 Plätze besser liegt als Lisnard, in den ersten eineinhalb Sätzen der stärkere Spieler. Das Dunkle deutete sich allerdings da schon an: Koubek musste schon im ersten Satz eine 4:1-Führung abgeben und einen Breakball zum 4:5 abwehren, ehe Satz eins nach 39 Minuten doch noch gewonnen wurde.

Im zweiten Satz ging Koubek rasch mit 4:0 in Führung und da schien alle Messen gesungen. Doch dann jagte ein Fehler den anderen, und der Österreicher konnte sich gerade noch ins Tiebreak retten. In diesem setzte sich der Lisnard mit 7:5 durch. Ein Break im dritten Satz zum 4:2 reichte dem dann zum Sieg, er nützte den vierten Matchball.

2005 bleibt für Koubek somit ein Jahr zum vergessen. Nach der unglücklichen Doping-Geschichte und einer folgenden Drei-Monatssperre, einer Lungenentzündung sowie einer Knieverletzung kam er nie richtig in Tritt. "Stefan kann im Moment einfach kein Konzept durchspielen und will mit Gewalt Punkte machen", monierte Coach Günther Bresnik. (red/APA)

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