Handy-Studie unterschiedlich beurteilt

7. Oktober 2005, 21:27
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Forum Mobilkommunikation sieht keinen Tumor-Zusammenhang - Wiener Ärztekammer: "Erhöhtes gesundheitliches Risiko"

Wien - Die groß angelegte Interphone-Studie, die in Skandinavien und Großbritannien durchgeführt wird, untersucht unter anderem, ob es einen Zusammenhang zwischen der Nutzung von Mobiltelefonen und gutartigen Tumoren am Hörnerv gibt. Ihre Teilergebnisse werden unterschiedlich interpretiert. Das Forum Mobilkommunikation sah sich am Donnerstag in einer Aussendung von der Studie bestätigt, es gebe keinen Zusammenhang zu so genannten Akustikneurinomen: "Die Resultate bestätigen bisherige Ergebnisse". Die Wiener Ärztekammer zog gegenteilige Schlüsse und sieht ihre Befürchtungen bestätigt.

Das Forum Mobilkommunikation: Das Risiko erhöht sich demnach auch nicht mit zunehmender Nutzungsdauer oder Intensität. Das gilt sowohl für die Nutzung analoger als auch digitaler Handys.

Widerspruch

Die Wiener Ärztekammer widersprach den Schlüssen des Forum Mobilkommunikation. "Die Interphone-Studie bestätigt jene Befürchtungen, die wir bereits im August dieses Jahres geäußert haben und die damals von der Mobilfunkindustrie erbost zurückgewiesen wurden", so Umweltmedizinreferent Erik Huber.

Das Risiko, an einem Hörnerv-Tumor auf der Seite des Kopfes zu erkranken, an dem die in der Interphone-Studie untersuchten Personen das Telefon bevorzugt gehalten haben, war bei Nutzung des Handys von zehn und mehr Jahren um das 1,8-fache erhöht. Mit dieser Studie werde bewiesen, "dass es ein erhöhtes gesundheitliches Risiko nach zehn Jahren Handytelefonieren gibt".

In Zusammenhang mit mobiler Telefonie gelten Akustikneurinome als wichtiger Indikator, da der Hörnerv beim Telefonieren im Allgemeinen nahe dem Mobiltelefon nahe ist. (APA)

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    Forum Mobilkommunikation und Wiener Ärztekammer interpretieren die Interphone-Studie unterschiedlich, was den Zusammenhang von Handy-Nutzung und Tumorrisiko betrifft.

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