Bode Miller sieht im Doping Vorteile

14. Oktober 2005, 09:44
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US-Skistar: "Bin über­rascht, dass es illegal ist" - FIS-Generalsekre­tärin Sarah Lewis: "Aus­sagen bemerkens­wert"

Wien - Weltcupsieger Bode Miller sorgt mit Doping-Aussagen für Aufregung: "Mich erstaunt, dass es illegal ist", sagt der US-Profi auf der Webseite von skiracing.com. Der Doppelweltmeister von St. Moritz und Bormio, der kommenden Donnerstag (17.30 Uhr) beim Expertenkongress "World Winter Forum 2005" im Wiener Austria Center einen Vortrag hält, ist der Ansicht, dass ein "relativ geringes Gesundheitsrisiko" in Kauf genommen werden könnte, wenn etwa dank des Blutdopingmittels Erythropoietin der Sicherheitsaspekt für den Läufer steigen würde.

Miller erklärt das so, dass dadurch die Chance, "im Finish eines Rennens Fehler wegen Erschöpfung zu machen und sich dadurch umzubringen", verringert wird. Miller weiter: "Beim Skifahren machst du jede Sekunde vier bis fünf bewusste, aber hunderte unbewusste Entscheidungen. Wenn dein Hirn aber müde wird, weil du zwei Minuten die Luft anhältst, wird es schwer, Entscheidungen zu treffen."

Beim Ski-Weltverband FIS hat man bereits reagiert. "Man weiß ja, dass Bode immer für ungewöhnliche Sachen gut ist. Dass er sich jetzt für Aussagen über Dopingregeln qualifiziert sieht, ist zumindest bemerkenswert", sagte Generalsekretärin Sarah Lewis. Sollten die für den Weltcup Verantwortlichen den Eindruck haben, dass Athleten von einer Piste überfordert seien, würden sie technische Teile an der Strecke ändern, so Lewis. Substanzen wie die von Miller angesprochenen zu verwenden sei aber nicht nur Betrug, sondern hätten auch desaströse Auswirkungen auf die Gesundheit eines Athleten. (APA)

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    Bode Miller bricht Diskussion los.

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