Früherer italienischer Staatspräsident hält Österreicher für Deutsche

12. August 2005, 22:27
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Cossiga: Es gibt weder österreichische Nation, noch Musik oder Literatur

Bozen - Für den früheren italienischen Staatspräsidenten Francesco Cossiga gibt es keine österreichische Nation. In einem Interview mit der am Donnerstag erschienenen jüngsten Ausgabe des Südtiroler Magazins "FF" meinte er außerdem, die Südtiroler seien keine österreichische Minderheit, sondern "Deutsche".

"Und jetzt sage ich euch etwas, was euch Südtirolern ganz sicher nicht gefällt: Die Österreicher sind Deutsche. In diesem Punkt hatte Hitler Recht. Die österreichische Nation gibt es nicht. Oder gibt es etwa eine österreichische Musik, eine österreichische Literatur?", wurde Cossiga zitiert. Die Südtiroler seien "eine deutsche Minderheit".

Österreich gebe es als Staat, nicht aber als Nation. Die österreichische Nation sei "eine Erfindung der Austrofaschisten von (Engelbert) Dollfuß. Karl Renner, der große Sozialist und später erster österreichischer Bundespräsident (der Zweiten Republik, Anm.), hatte für den Anschluss gestimmt".

Die Situation in Italien bezeichnete Cossiga, der derzeit in Südtirol Urlaub macht, als "ja so was von konfus". Sie sei konfus, weil die Blöcke konfus seien. Weder Mitte-Rechts noch Mitte-Links seien sich einig. (APA)

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