Hacken-Attacke: 32-Jähriger wollte Eltern "Denkzettel" verpassen

8. August 2005, 15:20
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Sohn wollte nicht aus dem gemeinsamen Wiener Haus ausziehen - Opfer konnten ihn überwältigen

Wien - Ein 32-jähriger Wiener hat in der Nacht auf Sonntag seine schlafenden Eltern mit einer Hacke angegriffen. Er schlug auf seine 64-jährige Mutter und seinen Vater (67) ein und fügte ihnen dabei Platzwunden am Kopf und Blessuren an den Armen zu. Dennoch konnten die beiden Opfer ihren tobenden Sohn überwältigen.

In den Einvernahmen der Polizei gab der schon seit längerer Zeit Arbeitslose am Sonntag an, er habe seinen Eltern einen "Denkzettel" verpassen wollen, Tötungsabsichten hätte er keine gehabt. Hintergrund der Tat: Der Sohn, der ein Studium abgebrochen hatte, wohnte noch immer bei den Eltern. Diese hätten ihn aufgefordert, eine eigene Wohnung zu beziehen. Das verweigerte er.

Sprachverweigerer

Der Mann hatte laut Angaben der Polizei schon länger psychische Probleme. Im Alter von 15 Jahren war er wegen einer "Sprachverweigerung" in Behandlung - seither, habe er "nur das Nötigste" mit seinen Eltern gesprochen. Er wurde in das Landesgericht eingeliefert.

Die Tat spielte sich knapp vor 4.00 Uhr im Einfamilienhaus der Eltern in der Adolf-Amadeo-Gasse in Floridsdorf ab. Dem Paar gelang es, den Sohn zu überwältigen, mit einem Gürtel zu fesseln und der alarmierten Exekutive zu übergeben.

Die Verletzten wurden in ein Krankenhaus gebracht. Sie konnten nach Angaben der Wiener Polizei das Spital bereits wieder verlassen und sich in häusliche Pflege begeben. (APA)

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