Siemens steigt bei Rapid und Austria ein

30. Juli 2005, 10:37
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Nachwuchs-Kooperationen, auch mit dem ÖFB

Wien - Siemens ist mit dem nationalen Verband (ÖFB) sowie Meister Rapid Wien und Austria Magna eine Kooperation eingegangen, unterstützt deren Nachwuchsarbeit und stellt dazu Technologie-Produkte zur Verfügung. "Die Zusammenarbeit gilt vorerst bis zur Heim-EM 2008, wir stellen insgesamt 1,5 Millionen Euro zur Verfügung", sagte Peter Schönhofer, der Finanzvorstand des Unternehmens, am Freitag auf einer Pressekonferenz in Wien.

"Der Fußball befindet sich vor der EM im eigenen Land ab nun im Mittelpunkt des Interesses, außerdem steht der Sport für Teamgeist, Einsatz, Leistung und Wohlbefinden - das sind auch Teile unserer Unternehmensphilosophie", nannte Schönhofer den Grund des Einstiegs.

Siemens wolle vor allem "junge, engagierte Talente" fördern. Dies geschieht einerseits im Rahmen des ÖFB-Challenge-Projekts 2008 und anderseits in den Klubs, von denen Rapid und Austria ausgewählt wurden. Siemens wird die Stronach-Akademie in Hollabrunn sponsern und die Patronanz für die grünweiße Jugendarbeit übernehmen. ÖFB-Präsident Friedrich Stickler freute sich, dass mit Siemens ein "Big Player" als Partner gewonnen wurde: "Wird können dadurch noch besser arbeiten und werden einen großen Nutzen daraus ziehen."

Teamchef Hans Krankl meinte: "Es ist wichtig und sehr gut, dass ein Weltkonzern unsere jungen Fußballer unterstützt". Und der neue ÖFB-Botschafter Andreas Herzog glaubt im Hinblick auf 2008: "Durch Siemens wird die Heim-EM noch mehr gepusht." Der Gesamtbetrag, den Siemens zur Verfügung stellt, beinhaltet die Technologie-Produkte nicht. Angaben über den Verteilungsschlüssel der 1,5 Millionen wurden keine gemacht.

Der SK Rapid wird seinen Geldanteil aus der Partnerschaft in seine kostenintensiven Sommer-Camps investieren. Die Trainingslager für Sieben- bis 14-Jährige werden heuer zum zehnten Mal abgehalten. "'Der Einstieg eines solch großen Konzerns ist ein Signal für unseren gesamten Fußball", sagte Klubpräsident Rudolf Edlinger. Siemens hat die Überwachungsanlage im Hanappi-Stadion installiert. "Früher haben wir wegen Fan-Ausschreitungen über 50.000 Euro gezahlt, in der Saison waren es nur noch 3.000", so der Ex-Finanzminister.

Austrias Vizepräsident Andreas Rudas sprach davon, dass es vor der Stickler-Ära für den Nachwuchs nur Lippenbekenntnisse gegeben habe. "Aber jetzt sind wird auf einem guten Weg. Es war logisch, dass Siemens in den Fußball investieren würde. Es war eine langfristig vorbereitete und kluge Stoßrichtung", sagte der Magna-Unternehmenssprecher. Für die eigene Nachwuchs-Akademie sieht er neue Aspekte. Die Talente, die in Hollabrunn auch für das Berufsleben vorbereitet werden, können bei Siemens ein Praktikum absolvieren.(APA)

  • Andreas Rudas und Rudolf Edlinger.

    Andreas Rudas und Rudolf Edlinger.

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