Tiroler SPÖ kämpft mit massivem Mitgliederschwund

31. Juli 2005, 19:37
10 Postings

Von 9.000 Anfang der 90er Jahre auf derzeit 4.500

Innsbruck - Mit einem massiven Mitgliederschwund hat die Tiroler SPÖ zu kämpfen. Die Zahl der Parteigenossen schrumpfte nach Angaben vom Donnerstag von 9.000 Anfang der 90er Jahre auf derzeit 4.500.

Einen großen Aderlass habe es bei der älteren Bevölkerung gegeben, sprach Landesgeschäftsführer Jakob Riser am Rande einer Pressekonferenz von einem natürlichen Abgang. Der Rückgang an Mitgliedern liege im Trend der Zeit, meinte er. Es sei immer schwieriger, Personen für Mitgliedschaften zu gewinnen - nicht nur im politischen Bereich.

In die Zukunft blickte der seit einem Jahr amtierende Landesgeschäftsführer dennoch zuversichtlich: Die Mitgliederzahl sei wieder im Steigen begriffen. Durch vermehrten Kontakt der SPÖ-Politiker zur Bevölkerung hoffte er auf neue Mitglieder.

Mit entsprechenden Aktionen oder Bezirkstagen soll auch der Bekanntheitsgrad der insgesamt neun Landtagsabgeordneten erhöht werden. Eine jüngst veröffentlichte, von der SPÖ in Auftrag gegebene Umfrage hatte den "roten" Landespolitikern in dieser Frage zum Teil ein schlechtes Zeugnis ausgestellt. Riser betonte, dass der Bekanntheitsgrad kein Gradmesser für die geleistete Arbeit sei. (APA

Share if you care.