Sambia: Festnahmen nach gewalttätigen Streiks in größter Kupfermine

25. Juli 2005, 11:34
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Arbeiter fordern höhere Löhne - Bereits 30 Millionen Dollar Verluste

Lusaka - Nach gewalttätigen Streiks in Sambias größter Kupfermine Konkola Copper Mines (KCM) hat die Polizei des afrikanischen Landes am Donnerstag 35 Rädelsführer festgenommen. Sie hatten sich über Anweisungen ihrer Gewerkschaften hinweggesetzt, nach gut einwöchigem Ausstand von insgesamt 10.500 Mitarbeitern zur Arbeit zurückzukehren. Sie blockierten Zufahrtstraßen zur Bergwerk-Stadt Chingola und beschädigten Fahrzeuge und Gebäude im Stadtzentrum. Die Arbeiter hatten eine 30-prozentige Lohnerhöhung als zu gering zurückgewiesen. Sie fordern stattdessen 100 Prozent.

Die Regierung, die den Streik als politisch motiviert ansieht, hatte hartes Durchgreifen angekündigt. Betroffen vom Ausstand sind die drei KCM-Bergwerke Nchanga, Konkola und Nampundwe. Die Löhne der Bergarbeiter reichen von monatlich 250 bis 350 Dollar. KCM repräsentiert rund 70 Prozent der sambischen Kupferexporte. Das Management hat die durch den Streik verursachten Verluste auf bisher 30 Millionen Dollar beziffert. Zwei Drittel seiner Deviseneinnahmen erzielt der sambische Staat durch Kupfer. (APA/dpa)

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