250 Hektar Moore in Österreich seit dem Jahr 2000 wieder belebt

27. Juli 2005, 15:45
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Renaturierung mit Erfolg: Sechs Regionen zu Ramsar-Schutzgebieten erklärt

Wien - In den vergangenen fünf Jahren wurden insgesamt 250 Hektar Moore in Österreich wieder belebt. Das ist die Bilanz, die der WWF, die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) und das Institut für Ökologie und Naturschutzforschung am Mittwoch veröffentlichten.

Der Startschuss zu diesem "Moorprogramm" erfolgte am Überling in Salzburg, 20 weitere Flächen in Nieder- und Oberösterreich, der Steiermark und Tirol folgten. Sechs Regionen wurden auf Grund ihrer Besonderheit zu Ramsar-Schutzgebieten erklärt. "Diese Auszeichnungen bestärken unsere Schutzbemühungen um Österreichs Moore. Das sind neue Dimensionen, die diese zukunftsweisende Partnerschaft eröffnet", sagte WWF-Moorexperte Gerhard Egger. Zur Erklärung: Am 2. Februar 1971 wurde im iranischen Ramsar das internationale Abkommen zum Schutz und zur Erhaltung von Feuchtgebieten ins Leben gerufen.

Renaturierung mit Erfolg

Rund 1.500 Moore gibt es in Österreich, 474 davon im Besitz der Bundesforste. Zum Schutz der beeinträchtigten Flächen wurden in den vergangenen fünf Jahren aktiv Renaturierungsmaßnahmen gesetzt: Entwässerungsgräben wurden etwa mit Staudämmen aus Lärchen- oder Tannenholz verschlossen, wodurch das Wasser in den Mooren zurückgehalten wird. Insgesamt wurden 970 Dämme gebaut und Weidezäune errichtet, um die Schädigung sensibler Moorflächen durch Viehbetritt zu verhindern.

Die ersten Erfolge des Projekts sind sichtbar: Grundwasserstandsmessungen zeigen, dass die Wasserstände auf hohem Niveau stabilisiert werden konnten. Fieberklee, Seggen und Libellen besiedeln den wieder gewonnenen Lebensraum. In den nächsten Jahren sollen weitere Moore, etwa in Tirol und Salzburg, renaturiert werden. (APA)

  • Das Tanner Moor im oberösterreichischen Mühlviertel.
    foto: thomas bergmayr

    Das Tanner Moor im oberösterreichischen Mühlviertel.

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