Theologinnen-Konferenz gegründet

20. Juli 2005, 12:11
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Interreligiöse IKETH will der geistlichen weiblichen Stimme Gehör verschaffen

Frankfurt - Christliche, jüdische und muslimische Theologinnen haben sich als "Interreligiöse Konferenz Europäischer Theologinnen" (IKETH) zusammengeschlossen. Die Gründung erfolgte bei einer Zusammenkunft in der evangelischen Akademie im deutschen Bad Boll, wie Kathpress am Dienstag berichtete. IKETH habe zum Ziel, der geistlichen weiblichen Stimme in Europa Gehör zu verschaffen.

Die Konferenz wolle dem "weit verbreiteten Konfrontationskurs" zwischen und innerhalb der Religionen einen gleichberechtigten Dialog entgegensetzen und damit einen Beitrag zum Frieden für Europa leisten.

Die rund 60 Theologinnen erörterten bei dem Treffen gemeinsam grundsätzliche theologische und gesellschaftspolitische Fragen in Achtung vor der jeweiligen Glaubensidentität. Auf die Diskriminierung des weiblichen Geschlechts, die sich in allen Religionen ähnle, werde die IKETH ein besonderes Augenmerk richten.

Den Vorstand des Zusammenschlusses bilden Rabeya Müller, eine deutsche Muslimin, Rachel Herweg, eine jüdischen Theologin, Astrid Indiecane, eine lettische Katholikin, Helene Egnell, eine schwedische Katholikin, sowie Brigitte Enzner-Probst und Kathinka Kaden, zwei deutsche evangelische Pfarrerinnen. (APA)

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