Palästinenser beschießen erneut Süd-Israel

18. Juli 2005, 13:38
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Auch jüdische Siedlungen unter Beschuss - Israel kommandiert zehntausend Polizisten zu Großdemo ab

Jerusalem - Palästinensische Extremisten im Gazastreifen haben Montag früh wieder israelisches Staatsgebiet und jüdische Siedlungen beschossen. Im Süden Israels sei eine Rakete eingeschlagen, die allerdings keinen Schaden anrichtete, teilte die Armee mit. In der Nacht und in der Früh seien zudem insgesamt 13 Mörsergranaten auf jüdische Siedlungen im Gazastreifen abgefeuert worden. Auch hier sei kein Schaden entstanden.

Die israelische Polizei schickte unterdessen mehr als zehntausend Polizisten und Soldaten in den Süden des Landes, wo am Nachmittag eine Großdemonstration jüdischer Siedler gegen den geplanten Abzug aus dem Gazastreifen stattfinden soll. Die Sicherheitskräfte hätten strikte Anweisung, die Demonstranten am Überschreiten der Grenze zum Gazastreifen zu hindern, hieß es in Polizeikreisen. Die Kundgebung solle auf mehrere Kilometer Distanz von der Grenze gehalten werden.

Die Demonstranten planen nach eigenen Angaben, von der südisraelischen Stadt Netivot über den Grenzübergang Kissufim zum Siedlungsblock Gush Katif im südlichen Gazastreifen zu ziehen. Die Polizei hat die Kundgebung untersagt. (APA)

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