VSStÖ-Protest: Schüssel und Gehrer haben "Bildungsrecht ermordet"

21. Juli 2005, 11:56
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Kritik an Gesetz über Zugangsbeschränkungen - VP-Wissenschaftssprecherin Brinek ortet "Realitätsverlust" bei SP-Studenten

Wien - Mit auf den Asphalt gezeichneten Leichenumrissen und Kunstblut hat am Donnerstag der Verband Sozialistischer StudentInnen (VSStÖ) gegen die von den Regierungsparteien beschlossene Ermöglichung von Zugangsbeschränkungen an den Universitäten protestiert. Der VSStÖ sieht dadurch das "Bildungsrecht ermordet", wie auf einem Transparent zu lesen war. Als Täter posierten Aktivisten mit Masken von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (V) und Bildungsministerin Elisabeth Gehrer (V).

"Die Studierenden sind extrem verunsichert. Für viele sind in den letzten Tagen ihre Lebensträume zerplatzt", kritisierte VSStÖ-Vorsitzende Sylvia Kuba.

"Realitätsverlust" beim VSStÖ ortete hingegen ÖVP-Wissenschaftssprecherin Gertrude Brinek. Mit dem Gesetz bewege man sich auf EU-Niveau. Das müssten auch die Studentenvertreter endlich lernen: "Es gibt keine Extrawürste für Österreicher in Europa." Die sozialistischen Studentenvertreter täten gut daran, "endlich aktiv für Studierende einzutreten", so Brinek in einer Aussendung: "Als Teilorganisation der Löwelstraße werden, so scheint es, vom VSStÖ nur mehr 'Partei-Pamphlete' in Aussendungen verpackt und mit der 'Flaschenpost nach Kuba' geschickt." (APA)

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    "Blutiger" VSStÖ-Protest gegen Zugangs­beschränkungen.

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