Rachefeldzug nach Viehraub in Kenia

15. Juli 2005, 17:13
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65 Tote - Kinder und Frauen unter den Toten - Clans kämpfen immer häufiger um die spärlichen Ressourcen

Nairobi - Beim Angriff einer Gruppe schwer bewaffneter Männer auf ein nordkenianisches Dorf und einem anschließenden Rachefeldzug des angegriffenen Clans sind mindestens 65 Menschen getötet worden.

Bis zu 400 mit Sturmgewehren bewaffnete Plünderer sind in das Dorf Dida Galgalu eingefallen, um Vieh zu stehlen. 45 Menschen wurden getötet, darunter Frauen und Kinder. Daraufhin töteten Mitglieder des angegriffenen Clans zehn Menschen aus den Familien der Viehdiebe. Den übrigen Tätern gelang die Flucht nach Äthiopien.

"Dass hunderte bewaffnete Kriminelle einen Ort stundenlang terrorisieren können, ohne dass die Sicherheitskräfte eingreifen, zeigt deutlich, wie wenig Autorität die Regierung im Nordosten Kenias hat", erklärte die Menschenrechtsgruppe Kenya Human Rights Commission. Politiker kritisieren seit langem, dass die Regierungen seit der Unabhängigkeit von Großbritannien 1963 die Region vernachlässigen würden. Dort sind sind Kämpfe und Raubzüge häufig, weil sich Clans um die spärlichen Ressourcen streiten.(APA)

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