Shrek 2 bringt Dream Works keinen Gewinn

19. Juli 2005, 10:23
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DVD-Verkäufe gehen merklich zurück - Auch Pixar hat Probleme mit dem DVD-Absatz

Dream Works hat seine Gewinnprognose für das zweite Quartal und für das gesamte Geschäftsjahr deutlich zurückgeschraubt. Wie das Wall Street Journal berichtet, hat das Unternehmen vor allem mit den unerwartet hohen Rückläufen der DVD "Shrek 2" zu kämpfen. Mit ähnlichen Problemen hat derzeit auch Dream Works-Konkurrent Pixar zu kämpfen. Das Studio korrigierte zu Beginn des Monats ebenfalls seine Gewinnprognose für das laufende Jahr nach unten, nachdem sich die DVD-Version von "Die Unglaublichen" nicht wie erwartet verkaufen konnte.

Kein Ladenhüter

"Shrek 2" ist zwar kein Ladenhüter - weltweit wurden bereits über 35 Mio. Kopien des Films auf DVD oder VHS verkauft - die negative finanzielle Entwicklung ist vielmehr das Ergebnis eines sich abzeichnenden Trends im Verhalten der Konsumenten. Mehr als die Hälfte der Umsätze von großen Filmtiteln werden in der ersten Woche nach ihrer Freigabe auf DVD erzielt. Sobald der Verkauf etwas schleppender wird, beginnen die Einzelhändler mit der Rücksendung der übrig gebliebenen Filme. "Das Muster, das sich hier abzeichnet, ist ein kleiner Vorgeschmack auf die Zukunft", so Amir Malin, Investmentfond-Manager und ehemaliger Leiter eines Filmproduktionsunternehmens. "Dieser Trend wird sich fortsetzen und beschleunigen."

Drei Monate nach Filmstart

Filmstudios erwirtschaften ihre Umsätze schon längst nicht mehr nur durch den Absatz von Kinokarten: 60 Prozent der Einnahmen werden durch den Verkauf von DVDs erzielt. Bereits vor einiger Zeit sind die Filmstudios daher dazu übergegangen, Filme nicht mehr erst sechs sondern bereits drei Monate nach ihrem Kinostart auf DVD heraus zu bringen. Jährlich werden durch den DVD-Verkauf Umsätze in der Höhe von 15 Mrd. Dollar erzielt. (pte)

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