Dauerregen: Westbahnstrecke in Salzburg beim Pass Lueg gesperrt

12. Juli 2005, 09:17
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Schienenersatzverkehr wird eingerichtet - Drei Wohnhäuser in Badgastein evakuiert - Murenabgänge

Salzburg - Wegen der hochwasserführenden Salzach wurde gegen 15.00 Uhr die Westbahnstrecke in Salzburg im Bereich des Pass Luegs gesperrt. Ein Schienenersatzverkehr werde zwischen Golling und Werfen eingerichtet, erklärte der Salzburger ÖBB-Sprecher Johannes Gferer. Die Pinzgaubahn fährt nur mehr bis Piesendorf. In Badgastein drohten Hänge abzurutschen, die Bewohner von drei Häusern wurden vorsorglich evakuiert.

Zwischen Dorfgastein und Bad Hofgastein hatte ein Mure die Gasteiner Landesstraße 167 rund eine Stunde lang völlig blockiert. "Gegen 15.45 Uhr war die Straße allerdings wieder einspurig mit Hindernissen befahrbar", erklärte der Pongauer Katastrophenreferent Norbert Paßrucker. Er geht davon aus, dass im gesamten Pongau noch zahlreiche Muren abgehen werden.

Jene Personen, die evakuiert worden waren, konnten bei Nachbarn oder Verwandte untergebracht werden. "Der Landesgeologe begutachtet die Hanganrisse", so Paßrucker. Noch sei unklar, wann die Bewohner wieder in ihre Häuser zurückkehren dürfen.

Westbahnstrecke gefährdet

Der hohe Wasserstand der Salzach gefährde die Westbahnstrecke über die Eisenbahnbrücke beim Pass Lueg, deshalb bleibe sie dort "zumindest in den nächsten fünf Stunden gesperrt", kündigte Gfrerer an. Die Westbahnstrecke sei im Pinzgau noch durchgehend befahrbar. Die Pinzgaubahn könne allerdings nur bis Piesendorf fahren. Zwischen Mittersill und Krimml "wurden die Gleise bereits an mehreren Stellen unterspült", in Bramberg sei die Bahnstrecke 500 Meter weit überflutet worden, so der ÖBB-Sprecher. Bis die Strecke wieder befahrbar sei, werde es noch einige Zeit dauern. (APA)

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