Riess-Passer wehrt sich gegen Spesenvorwürfe

8. Juli 2005, 11:11
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Ex-Vizekanzlerin im STANDARD-Gespräch

Die Ex-Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer im Standard-Gespräch über:

  • Regress: "Es wurde nicht ein einziger Euro jemals ausgegeben, ohne dass es dafür einen Beschluss der Partei gibt. Mir ist völlig schleierhaft, wie sie zur Summe kommen. Denn die Aufwendungen, die ich im Rahmen meines genehmigten Budgets hatte, waren keine privaten Aufwendungen.."

  • Kleiderrechnungen: "Ich hatte tausende öffentliche Auftritte. Vor allem Abendveranstaltungen, wo man viel Abendgarderobe braucht, die die Privatperson Riess nicht braucht. Allein im Wiener Wahlkampf war ich auf 21 Bällen. Zu glauben, dass das Privatvergnügen war, ist verwegen. Zu glauben, dass das Privatanschaffungen waren, ist ein bisschen weit hergeholt."

  • Bereicherung: "Ich habe auf alles verzichtet, was mir rechtlich zugestanden wäre, etwa auf Pension, ich habe fleißig in den Sozialfonds einbezahlt. Also mir vorzuwerfen, ich hätte ein Luxusleben auf Kosten der Partei geführt, ist schon sehr weit hergeholt."

  • Rumpold und Sichrovsky: "Der Vertrag mit der Werbeagentur ist auch vom Vorstand genehmigt, detto Sichrovksy. Schön wäre, wenn man einmal die Vorstandsprotokolle vorlegen würde."

  • Möbel: "Die sind in den Büros verblieben, als ich auszog. Die gehören heute noch der FPÖ."

  • Strache: "Wäre ich Straches Einladung gefolgt und hätte mich für die FPÖ engagiert, dann wäre ich wahrscheinlich eine Heldin."
(eli/DER STANDARD, Printausgabe, 8.7.2005)
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