Österreich belegt im Globalisierungs-Ranking Platz 9

21. Juli 2005, 11:42
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Deutschland um drei Plätze auf Rang 21 abgerutscht - Singapur verdrängt Irland auf Platz zwei

Wien - Österreich konnte bei der sozialen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen internationalen Integration seine Position behaupten. Nach der aktuellen Globalisierungsstudie der US-Managementberatung A.T. Kearney und dem Foreign Policy Magazine nimmt Österreich nach den zuletzt verfügbaren Daten für das Jahr 2003 unverändert den 9. Platz ein. Deutschland hingegen ist um drei Plätze auf den 21. Rang abgerutscht. Ausschlaggebend dafür sei die Zurückhaltung internationaler Investoren und die fehlende Investitionsbereitschaft der deutscher Unternehmer, so die Managementberater in einer Aussendung.

Globalisierungs-Spitzenreiter ist Singapur, das Irland nach drei Jahren vom ersten auf den zweiten Platz verdrängt hat. Rang drei hält die Schweiz, gefolgt von den USA, die sich um drei Plätze verbessern konnten.

Welthandelsvolumen gestiegen

Der Globalisierungsindex misst empirisch den Globalisierungsgrad von 62 Staaten und bildet damit 96 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP) und 85 Prozent der Weltbevölkerung ab. Der Index zeigt, dass die Globalisierung 2003 weiter fortgeschritten ist. Trotz Irak-Krise und der gescheiterten WTO-Konferenz im mexikanischen Cancun ist das Welthandelsvolumen um mehr als 5 Prozent gestiegen. Die Summe der Entwicklungshilfe wuchs auf ein Rekordhoch von 69 Mrd. Dollar (57,9 Milliarden Euro).

Die aktuelle Studie hat zusätzlich auch den Zusammenhang zwischen Globalisierungsgrad und Bildungsstand, politischer Freiheit und der Korruption eines Landes untersucht: Je globalisierter ein Land sei, desto mehr werde im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt in Schulen und in Bildung investiert. Dies zeige sich ganz besonders in Entwicklungsländern. Die Bevölkerung in globalisierten Ländern genieße in der Regel auch größere politische Freiheit und mehr Bürgerrechte. Außerdem helfe die Globalisierung, Korruption zu bekämpfen, da die Adaption höherer internationaler Standards die staatliche Transparenz fördere. (APA)

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