"Pickerl Handel": Grazer verurteilt

8. Juli 2005, 10:44
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Tankstellenbesitzer hat 3.000 Plaketten ohne Begutachtung ausgestellt

Graz - Ein steirischer Tankstellenbesitzer, der auch Auto-Sicherheitsplaketten ausstellen durfte, stand am Mittwoch in Graz vor einem Schöffensenat. Ihm wurde vorgeworfen, in rund 3.000 Fällen "Pickerl" ausgestellt zu haben, ohne die Autos begutachtet zu haben. Mitangeklagt waren zwei Gebrauchtwagen- und Autoteile-Händler, die ihre Kunden zum Tankstellenbesitzer schickten. Alle drei Beschuldigten waren geständig und wurden zu Geld- und bedingten Haftstrafen verurteilt.

"Zwischen sieben und zehn Prozent der nicht begutachteten Autos sind nicht mehr verkehrstüchtig", erklärte ein Sachverständiger. "Diese Autos, die niemand angeschaut hat, waren fahrende Bomben", meinte Staatsanwältin Barbara Schwarz.

Der nachlässige Gutachter musste zusperren und hat seine Existenz verloren. Die drei Angeklagten wurden zu Geldstrafen zwischen 3.600 und 7.200 Euro sowie bedingten Haftstrafen von zehn bis 18 Monaten verurteilt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.(APA)

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