1,2 Milliarden Euro für Kosmetik und Körperpflege

5. Juli 2005, 11:47
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33 Millionen Packungen Haarshampoo, nur elf Millionen Zahnbürsten

1,2 Milliarden Euro haben die Österreicherinnen und Österreicher im vergangenen Jahr für Kosmetik und Körperpflegeprodukte ausgegeben. Die Haare sind ihnen am meisten wert: In Shampoo & Co. wurden 234 Millionen Euro investiert. Reinigung steht dabei an erster Stelle. 33 Millionen Packungen Haarshampoo im Wert von 75 Millionen Euro wurden 2004 verkauft. Platz zwei belegen Haarfarben mit 71 Millionen Euro. Für das Haarstyling wurden 62 Millionen ausgegeben.

Platz zwei nimmt die Hautpflege mit 227 Millionen Euro ein. Den größten Anteil daran haben Gesichtscremes mit 70 Millionen Euro, gefolgt von Bodylotions und Körpercremes mit 61 Millionen Euro. Für ihre Babys kauften die Österreicher Pflegeprodukte im Wert von 26 Millionen Euro.

Für Duschbad, Seife und Schaumbad wurden in Österreich 2004 mehr als 157 Millionen Euro ausgegeben. Den größten Anteil haben Duschbäder mit 81 Millionen Euro.

Rasierklingen werden häufig gewechselt

Mit Zahnpflegeprodukten machten der Handel einen Umsatz von 123 Millionen Euro: 61 Millionen für Zahnpasta, nur 27 Millionen für Zahnbürsten. Daraus ergibt sich, dass nur rund elf Millionen Zahnbürsten verschlissen wurden - 1,3 Zahnbürsten pro Österreicher und Jahr.

Im Vergleich dazu werden Rasierklingen häufig gewechselt. 53 Millionen Klingen wurden 2004 verwendet. Insgesamt geben die Österreicher für Haarentfernung 84 Millionen Euro aus.

Dekorative Kosmetik - Make-up, Wimpertusche & Co. - war den Konsumenten 171 Millionen Euro wert. Außerdem wanderten rund 6,7 Millionen Parfumsflakons und 9,8 Millionen Deos im Gesamtwert von 146 Millionen Euro über die Ladentische.

Zwei Trends

"Wir beobachten zwei Trends", sagte Ferdinand Harrer, Sprecher der Branchenplattform Kosmetik transparent, im APA-Gespräch. "Die Konsumenten werden immer jünger. Trendiges Styling ist heute schon bei den Kids angesagt. Andererseits gibt es verstärkt Bedarf an Kosmetikprodukten für Konsumenten ab 50 Jahren." Es gebe daher immer mehr Produkte speziell für Frauen und Männer, für jedes Alter sowie alle Haut-, Haar- und Zahntypen.

Gekauft werden Kosmetikprodukte meist im Drogeriemarkt. Dort decken sich zwei Drittel der Kunden ein. Mit großem Abstand folgen Supermarkt, Parfumerie und Apotheke. Zumindest gelegentlich kommen diese Kauforte aber für jeweils etwa die Hälfte der Österreicher in Frage. Beim Friseur oder Kosmetiker kaufen dagegen nur etwa fünf Prozent regelmäßig. (APA)

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