Hanna Schygulla mit Ehrenpreis für Filmkunst ausgezeichnet

9. Juli 2005, 20:38
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"... wie kaum eine andere Darstellerin dem Autorenkino treu geblieben"

Hanna Schygulla mit Ehrenpreis für Filmkunst ausgezeichnet "Dem Autorenkino treu geblieben"

Ludwigshafen - Die Schauspielerin Hanna Schygulla ist am Sonntag in Ludwigshafen mit dem Ehrenpreis für Filmkunst in Deutschland ausgezeichnet worden. Die 59-Jährige, Sinnbild für den von Rainer Werner Fassbinder entscheidend geprägten neuen deutschen Film, erhalte den Preis, weil sie "dem Autorenkino treu geblieben" sei wie kaum eine andere Darstellerin, begründete die Jury ihre Entscheidung.

Nach der Ära Fassbinder hatte Schygulla mit großen Regisseuren des europäischen Kinos zusammenarbeitet, darunter Jean-Luc Godard, Carlos Saura und Wim Wenders. Die Schauspielerin, die durch Filme wie "Effi Briest" (1974), "Die Ehe der Maria Braun" (1978) und "Lili Marleen" (1981) weltberühmt wurde, ist auch als Darstellerin im Wettbewerbsfilm "Die Blaue Grenze" von Till Franzen zu sehen.

Einen weiteren Ehrenpreis für Filmkunst 2005 erhielt der langjährige Redaktionschef des 'Kleinen Fernsehspiels' Eckart Stein. Seine Arbeit habe das das deutsche Kino über 40 Jahre lang ganz entscheidend beeinflusst, erklärte die Jury. Die Preisverleihung fand im Rahmen des "Festivals des deutschen Films" statt, das als "kleine Schwester" des Internationalen Filmfestivals Mannheim-Heidelberg" in diesem Jahr erstmals veranstaltet wird. (APA)

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