Ursache für die Veranlagung zur Herzschwäche entdeckt

12. Juli 2005, 12:33
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Gen hat Einfluss auf die Pumpkraft

Heidelberg/Bonn - Heidelberger Forscher haben eine Ursache für die Veranlagung zur Herzschwäche entdeckt. Ein Gen, das die Bildung von Blutgefäßen steuert, spielt auch bei der Pumpkraft des Herzens eine Rolle. Das fand ein Team um Wolfgang Rottbauer von der Universitätsklinik Heidelberg heraus.

In der am Freitag erschienenen Ausgabe der Zeitschrift "Genes & Development" berichtet die Gruppe über entsprechende Versuche an Zebrafischen, wie das Nationale Genomforschungsnetz in Bonn mitteilte. In den Experimenten beeinträchtigten Veränderungen an dem Gen die Bildung bestimmter Botenstoffe in den Herzmuskelzellen. In der Folge konnten sich die Herzkammern nicht mehr richtig zusammenziehen und verloren an Pumpkraft.

Übertragung auf den Menschen

Inzwischen habe sich der gleich Effekt an Mäusen und Ratten zeigen lassen, sagte Rottbauer. Die Forscher hoffen nun, dass der Mechanismus den Weg zu neuen Therapiemöglichkeiten aufzeigt. Im menschlichen Herz gebe es die gleiche Reaktionsfolge wie in den Versuchstieren, sagte Rottbauer.

In Deutschland gibt es zwei bis drei Millionen Patienten mit Herzschwäche. Bei wie vielen ein Defekt des fraglichen Gens eine Rolle spielt, ist laut Rottbauer aber noch unklar. (APA/dpa)

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