Böhler-Uddeholm darf Buderus übernehmen

12. Juli 2005, 11:58
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EU billigt Buderus-Übernahme durch Böhler-Uddeholm ohne Auflagen - Wettbewerb nicht spürbar behindert

Brüssel - Der österreichische Edelstahlkonzern Böhler-Uddeholm darf das deutsche Edelstahlwerk Buderus übernehmen: Die EU-Kommission hat am Donnerstag eine entsprechende Entscheidung veröffentlicht. Demnach billigt die EU die Übernahme ohne Auflagen.

Die Untersuchung habe ergeben, dass die Überschneidungen der beiden Firmen bei der Herstellung von Werkzeugstahl und dem Vertrieb "angesichts der geringen Marktanteile der Parteien und der großen Anzahl von Wettbewerbern den wirksamen Wettbewerb nicht spürbar behindern werden", hieß es von Seiten der Kommission.

In der Konzernbilanz von Böhler-Uddeholm werde dessen bisher größte Akquisition mit 1. Juli konsolidert, die Integrationsphase beginne ab dem 4. Juli, hieß es heute aus dem Unternehmen zur APA.

wichtigster Markt Europa

Buderus Edelstahl erzielte 2004 mit rund 1.700 einen Umsatz von 405 Mio. Euro. Der Umsatz von Böhler-Uddeholm lag bei knapp mehr als 1,9 Mrd. Euro, beschäftigt sind 11.800 Mitarbeiter. Buderus Edelstahl erzielt etwa ein Drittel des Umsatzes mit Stabstahl (Werkzeugstahl und Edelbaustahl), wesentliche Umsatzträger seien auch Gesenkschmiedestücke, Warmband und Kaltband. Wichtigster Markt ist Europa, das für rund 90 Prozent des Gesamtumsatzes steht.

Erworben wurde Buderus von der Robert Bosch GmbH. Der Kaufpreis wird mit "unter 170 Mio. Euro" angegeben. Aus der Kapitalerhöhung von Anfang Juni sind Böhler-Uddeholm rund 220 Mio. Euro zugeflossen. Dieses Geld soll für die Finanzierung des Buderus Deals sowie kleinerer Akquisitionen und eigene Wachstumsinvestitionen verwendet werden. (APA)

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