Siemens will sich bei BenQ für Telefonwerke einsetzen

7. Juli 2005, 10:11
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IG-Metall will Weiterführung der vereinbarten Tarifstandards und die Sicherung der Arbeitsplätze

Der Elektrokonzern Siemens und die IG Metall haben Gespräche über die Zukunft der Telefon-Werke in Nordrhein-Westfalen nach der Übernahme der Handysparte durch BenQ aufgenommen. Nach Angaben der Gewerkschaft will sich Siemens auch für die Zeit nach der Trennung von der Sparte für einen Erhalt der Werke in Kamp-Lintfort und Bocholt sowie für die Weiterführung der vereinbarten Tarifstandards und die Sicherung der Arbeitsplätze einsetzen.

"Nicht aus der Verantwortung verabschieden"

Dies habe Siemens zugesagt, teilte die IG Metall am Mittwoch mit. "Wir haben den Eindruck, dass Siemens sich nicht aus der Verantwortung für die 4.000 Beschäftigten verabschiedet", erklärte der Leiter der IG-Metall-Tarifabteilung, Oliver Burkhard. Der Elektrokonzern reagierte zunächst zurückhaltend auf die Angaben.

Verunsicherung

In Kamp-Lintfort stellt Siemens Handys her, in Bocholt werden schnurlose Festnetz-Telefone gefertigt. Die Übernahme der Handy-Sparte durch den taiwanesischen Elektronikhersteller BenQ hatte in den vergangenen Wochen für große Verunsicherung bei den Beschäftigten gesorgt. Siemens hatte sich im vergangenen Jahr für die beiden Werke mit IG Metall und Betriebsrat auf einen noch bis 2006 geltenden Ergänzungstarifvertrag geeinigt, mit dem eine Verlagerung von rund 2.000 Jobs nach Ungarn abgewendet werden sollte.

Im Gegenzug hatte Siemens unter anderem die Ausdehnung der Arbeitszeit ohne Lohnausgleich durchgesetzt.(APA/dpa)

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