Lebenslang für Biagi-Mord

3. Juli 2005, 13:21
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Berufungsgericht in Florenz bestätigt Urteil gegen Terroristin

Rom - Ein Berufungsgericht in Florenz hat am Mittwoch die lebenslange Haftstrafe für die Aktivistin der "Neuen Roten Brigaden", Nadia Desdemona Lioce, bestätigt, zu der sie im vergangenen Jahr verurteilt worden war. Die 46-Jährige wurde wegen ihrer Rolle in dem Schusswechsel verurteilt, bei dem im März 2003 in einem Zug zwischen Rom und Florenz ein Polizist und ein Terrorverdächtiger getötet wurden.

Lioce war außerdem wegen der Beteiligung an der Ermordung zweier Regierungsberater zwei Mal zu lebenslänglicher Haft verurteilt worden. Lioce war Mitglied einer neugegründeten Zelle der linksextremistischen Terrorgruppe "Rote Brigaden", die in den 70er und 80er Jahren in Italien mehr als 300 Personen ermordet hatten.

"Mein Mann würde den Beschluss des Berufungsgerichts begrüßen", meinte die Witwe des ermordeten Polizisten. Lioce hatte sich zu den Morden an dem Arbeitsrechtsexperten Massimo D'Antona im Mai 1999 und an Biagi bekannt. Beide waren wegen ihres Einsatzes zur Reform des italienischen Arbeitsmarkts in die Schusslinie der Terroristen geraten. Im Oktober 2003 hatte die italienische Polizei neun hochrangige Aktivisten der "Neuen Roten Brigaden" festgenommen. (APA)

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