AC Torino stieg in Serie A auf

7. Juli 2005, 13:38
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Turiner setzten sich im Playoff knapp gegen Perugia durch

Mailand - Der siebenfache italienische Fußball-Meister AC Torino hat am Sonntag den Aufstieg in die Serie A geschafft. Die Turiner verloren zwar das Playoff-Heimspiel gegen Perugia vor 53.000 Zuschauern im Delle Alpi 0:1, setzten sich aber nach dem 2:1-Erfolg in der ersten Partie durch.

Entscheidend war im Endeffekt nicht die Auswärtstorregel, sondern die bessere Platzierung Torinos im Grunddurchgang der Serie B. Nach dem 0:1 nach 90 Minuten ging es in die Verlängerung, Elfmeterschießen gab es jedoch nach torlosen 30 Verlängerungsminuten gemäß dem italienischen Playoff-Regelwerk nicht.

Vor Torino waren bereits Empoli und FC Genoa als Aufsteiger festgestanden. Gegen Genoa laufen allerdings Untersuchungen wegen des Verdachts auf Spielmanipulationen.

Betreut wurden die Turiner in den letzten Saisonpartien vom Technischen Direktor Renato Zaccarelli, allerdings steht der frühere Milan-Trainer Alberto Zaccheroni angeblich bereits in den Startlöchern.

Mit "Toro" kehrt einer der traditionsreichsten Klubs in die höchste italienische Liga zurück. Die Elf des Stadtrivalen von Rekordmeister Juventus galt in den 40er-Jahren unter dem Namen "Il Grande Torino" als beste Mannschaft der Welt, ehe am 4. Mai 1949 die gesamte damalige Meistermannschaft bei einem Flugzeugabsturz auf dem Turiner Stadtberg Superga ums Leben kam.

Mit dieser Tragödie ging die Dominanz des Klubs verloren: Auch wenn 1976 noch einmal der bisher letzte Meistertitel heraussprang, so stand Torino in den vergangenen Jahrzehnten doch im Schatten von Juve und der Mailänder Großklubs und war zuletzt oft nicht mehr als eine "Fahrstuhl-Mannschaft", die zwischen Serie A und B pendelte. (APA/Reuters)

  • Gaby Mudingayi schleppt Andre Pingai ab.

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