Eine Rundtour mit und ohne Gipfel

    30. September 2005, 09:56
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    Das Gebiet rund um die Wurzeralm im östlichen Toten Gebirge hat sich zu einem Wanderparadies gemausert

    Das Gebiet rund um die Wurzeralm im östlichen Toten Gebirge hat sich zu einem Wanderparadies gemausert. Alle Steige sind neu markiert und mit gelben Wegweisern beschildert. Da man mit der Standseilbahn von Spital am Pyhrn mühelos zur Höhe gelangt, bieten sich relativ leichte Rundtouren in einmaligem hochalpinem Terrain an.

    Zu den Favoriten gehört die Runde über Hals, Dümlerhütte und Rote-Wand-Sattel, die an Abwechslung und landschaftlicher Schönheit keinen Wunsch offen lässt. Wenn man den Abstecher vom Halssattel zum Stubwieswipfel nicht scheut, gibt das einen weiteren Höhepunkt auf dieser Tour.

    Der Stubwieswipfel bietet eine grandiose Rundsicht und außerdem einen herrlichen Tiefblick in die Höll, in der man in den 1950er-Jahren rätselhafte Felsritzungen entdeckt hat. Der höchste Punkt der Roten Wand, vom nahen Sattel in wenigen Minuten leicht erreichbar, beschert dem Wanderer einen besonders schönen Überblick über die Wurzeralm und deren Naturschutzgebiet mit einem ausgedehnten Hochmoor. Ein Höhepunkt am Abstieg ist der Brunnsteiner See. Auch wenn man den höchsten Berg der Region, das Warscheneck nicht besteigt, tut das dem Vergnügen keinen Abbruch.

    Bald nach Beginn der Wanderung kommt man an einem Ponor vorbei, in dem die Teichl verschwindet, um erst weit davon entfernt wieder ans Tageslicht zu treten. Am Geräusch lässt sich erkennen, dass der kleine Bach in einen tiefen Schlund stürzt. In der auf der Runde liegenden Knochenhöhle fand man Relikte des Höhlenbären. - Die Runde ist nicht schwierig, aber teilweise steil und rutschig.

    Die Route: Von der Bergstation der Standseilbahn wandert man auf der roten Markierung zum Linzer Haus und weiter am Rande der ausgedehnten Wurzeralm zur Filzmoosalm. Es folgt die Überschreitung des Halssattels und später der Anstieg zur Dümlerhütte. Ab Bergstation 1½ Stunden. Für den Abstecher vom Hals zum Stubwieswipfel muss man mit einer zusätzlichen Stunde Gehzeit rechnen. Nun steigt man auf der roten Markierung - teils steil - in den Rote-Wand-Sattel auf, von dem der Gipfel der Roten Wand mühelos zu erreichen ist. Ab Dümlerhütte eine Stunde. Vom Sattel geht es steil hinunter zum Brunnsteiner See und von dort gemütlich weiter zum Ausgangspunkt. Gehzeit ab Rote-Wand-Sattel 1½ Stunden.

    Von Bernd Orfer

    Info
    Gesamtgehzeit 4 bzw. 5 Stunden, Höhendifferenz 600 bzw. 800 m. Dümlerhütte in der Saison bewirtschaftet. Bundesamtskarte 1:25.000 oder 1:50.000, Blatt 98 (Liezen)
    • Mit der Standseilbahn geht's hinauf
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      Mit der Standseilbahn geht's hinauf

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