Daten von Millionen US-Kreditkarten gehackt

27. Juni 2005, 15:06
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Kriminelle drangen in System der Firma CardSystems ein

Europay Austria ersetzt im Betrugsfall bei Kreditkarten-Datendiebstahl die Schadenssumme. Dies hielt das Unternehmen am Samstagabend in einer Aussendung mit. Es reagierte auf Meldungen, wonach sich unbekannte Betrüger in den USA offenbar in den Besitz der Daten von mehreren Millionen Kreditkarten gebracht haben. "Selbst wenn Inhaber einer österreichischen MasterCard durch den beschriebenen Fall betroffen sein sollten, können sie dadurch keinen Schaden erleiden", hieß es in der Aussendung.

Verbindung

"Sobald der Verdacht besteht, dass eine österreichische Kartennummer unberechtigt eingesetzt wird oder eingesetzt worden ist, setzen wir uns umgehend mit dem Kunden in Verbindung und sperren die Karte. Ebenso ersuchen wir Kunden, die zweifelhafte Umsätze mit ihren Kartendaten vermuten, sich sofort mit uns in Verbindung zu setzen", teilte Europay mit. Der Kunde bekomme umgehend eine kostenlose neue Karte ausgestellt.

Virusähnliches Skript

Die Täter in den USA setzten ein virusähnliches Skript ein, um in das System der Firma CardSystems Solutions einzudringen, wie der Kreditkartenanbieter MasterCard am Freitag in New York mitteilte. CardSystems ist eine von mehreren Firmen, über die Transaktionen zwischen Einzelhandel, Käufern und Kreditkartenunternehmen abgewickelt werden. Betroffen sind bis zu 40 Millionen Kreditkarteninhaber unterschiedlicher Anbieter.

FBI ermittelt

Der Datendiebstahl wurde bekannt, als die Sicherheitsabteilung von MasterCard mehreren Betrugsfällen nachging, die auf eine Zahlungsabwicklung bei CardSystems zurückgeführt wurden. Es seien Namen, Bankangaben und Kreditkartennummern entwendet worden, sagte MasterCard-Sprecherin Sharon Gamsin. Die amerikanische Bundeskriminalpolizei (FBI) habe Ermittlungen aufgenommen.(APA/AP)

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