Mayr-Melnhof: Ergebnisrückgang und marginaler Umsatzzuwachs erwartet

31. Mai 2005, 10:42
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Anlaufkosten für neue Anlagen schwächen Ergebnis

Wien - Heimische Aktienanalysten erwarten für die am Dienstag anstehende Veröffentlichung des Erstquartalsergebnisses 2005 des Kartonherstellers Mayr-Melnhof (MMK) einen geringen Umsatzzuwachs aber ein schwächeres Ergebnis. Die Experten gehen im Durchschnitt von einen gegenüber der Vorjahresperiode knapp ein Prozent höheren Umsatz von 367,1 Mio. Euro, sowie einem Rückgang des Betriebsergebnisses (EBIT) um vier Prozent auf 38,4 Mio. Euro aus. Der Jahresüberschuss sollte bei 25,5 Mio. Euro und somit um 2,3 Prozent unter dem Vorjahresergebnis liegen.

Tobias Winter, Analyst von der Raiffeisen Centro Bank (RCB), führt das unter dem Vorjahr erwartete Ergebnis auf neue Investitionen und den Wiederaufbau von zwei Produktionsstätten zurück. Obwohl Mayr-Melnhof gut dastehe und zu Beginn des Jahres Preiserhöhung durchgesetzt werden konnten, blieben die Wachstumsaussichten der Branche weiterhin verhalten, so Winter. Das aktuelle Anlagevotum der RCB lautet auf "Neutral".

Die Analysten der Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) prognostizieren ebenfalls ein leicht schwächeres Ergebnis. Seitens des Instituts wird dies auf den steigenden Margendruck in der Faltschachtelabteilung zurückgeführt.

Die Wertpapieranalysten der Erste Bank stufen die Mayr-Melnhof-Aktie auf "Buy" mit einem Kursziel von 160 Euro ein. Als Begründung für das prognostizierte schwächere Quartalsergebnis werden Anlaufkosten für neue bzw. modernisierte Anlagen angegeben. Für das gesamte Jahr 2005 rechnen die Erste-Experten mit einem erneut hervorragenden Ergebnis.

Analystenprognosen für das erste Quartal 2005 (in Mio. Euro)

          Schnitt  Vorjahr  Veränderung
Umsatz      70,7    367,1     +0,99%
Ebit        38,4     40,0     -4,00%
Net Profit  25,5     26,1     -2,30%

(APA)

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